Heizölpreise bleiben auf 8-Monatshoch - Risikoaufschläge weiterhin hoch | Heizöl-News vom

um 08:34 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben zum Wochenende weiter zugelegt und sind auf ein neues 8-Monatshoch gestiegen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 106,58 €uro/100 Liter. Getrieben werden die Ölpreise durch die angespannte Lage zwischen den USA und Iran, die kurzfristig zu weiteren Preiserhöhungen führen kann. Mittelfristig erwarten Experten jedoch eine Rücknahme der Risikoaufschläge und somit deutlich sinkende Rohöl- und Heizölpreise.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigt sich zum Wochenausklang ein einheitliches Bild mit Preiserhöhungen in fast allen Bundesländern. Lediglich in Brandenburg, Sachsen und Thüringen blieben die Heizölpreise stabil. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisanstiege zwischen 0,7 bis 1,1 Cent/Liter.

Durch die angespannte Lage im Iran besteht zurzeit ein erhebliches Risiko für kurzfristig steigende Ölpreise. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut. Grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes mittelfristig für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, können daher mit einer Heizölbestellung warten. Wer kurzfristig Heizöl benötigt, sollte in seine Überlegungen einbeziehen, dass die Preise deutlich steigen können, wenn die Lage im Iran eskaliert.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben sich in der zweiten Wochenhälfte erneut wenig bewegt und bleiben damit in der Nähe eines 6-Monatshochs. Am Freitagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 71,2 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 65,7 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, legten hingegen weiter zu auf aktuell 746 Dollar / Tonne. Die globale Ölwährung US-Dollar blieb gegen den Euro stabil bei 1,180 Dollar / €uro. Insgesamt sind die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt somit zum Wochenausklang erneut leicht preisstützend ausgefallen.

Im Fokus stehen am Ölmarkt weiterhin die Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die Gespräche gehen in die entscheidende Phase, auch weil die von US-Präsident Trump festgelegte Frist abläuft. Zuletzt hatten sich Hinweise vermehrt, dass ein militärisches Vorgehen der USA realistischer wird. Die USA haben eine enorme Militärpräsenz in der Region aufgebaut, die für einen längeren Konflikt ausgelegt ist. Im Falle eines US-Angriffs droht der Iran mit einer Ausweitung des Konflikts auf die gesamte ölreiche Region am Persischen Golf. Dann wäre auch die weltweit wichtigste Schifffahrtsroute für Öllieferungen, die Straße von Hormus, betroffen, was zu Lieferengpässen führen könnte. Dementsprechend können die Ölpreise jederzeit, sehr kurzfristig mit erheblichen Risikoaufschlägen belegt werden.

Sollten die Gespräche um das iranische Atomprogramm zu einer Einigung führen, könnte der Iran jedoch seine Erdölexporte ausweiten, was das bereits hohe Angebot weiter steigen lassen würde. Zuletzt hatte auch der OPEC+ Verbund mitgeteilt, dass man Spielräume für eine weitere Anhebung der Ölfördermengen sehe. Am Wochenende wird das Ölkartell wohl eine moderate Ausweitung der Ölförderung für das zweite Quartal beschließen. Abgesehen von den geopolitischen Risiken bleibt die fundamentale Lage am Ölmarkt somit unverändert preisdrückend. Sollte es nicht zu einem unerwarteten Angebotsrückgang kommen, steuert der Weltölmarkt auf eine wachsende Überversorgung zu. Daher rechnen Experten, Institutionen und Banken mittelfristig mit einem Rückgang der Ölpreise um zehn bis zwanzig Prozent.

Vom US-Ölmarkt kamen in dieser Woche deutlich preisdrückende Meldungen. Nachdem die US-Öllagerbestände in der Vorwoche regelrecht eingebrochen waren, schossen sie in dieser Woche wieder steil nach oben. So verzeichneten die Rohöllager laut dem US-Energieministerium (DOE) einen massiven Aufbau in Höhe von 16 Mio. Barrel und gleichzeitig sanken die Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) lediglich um minimale 0,7 Mio. Barrel. In Summe legten die gesamten US-Öllagerbestände somit um 15,3 Mio. Barrel zu und egalisierten damit den kräftigen Rückgang der Vorwoche.

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