Heizölpreise bewegen sich seitwärts - Lage am Ölmarkt angespannt | Heizöl-News vom

um 08:46 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

Jetzt Heizöl bestellen!

Die Heizölpreise haben sich zum Wochenausklang kaum verändert. Neue Verhandlungen zwischen den USA und Iran nähren die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahe Osten, aber die Lage bleibt angespannt. Dennoch sind die Heizölpreise in dieser Woche auf den tiefsten Stand seit Mitte März gefallen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt 144,31 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich zum Wochenende ein sehr unterschiedliches Bild in den einzelnen Bundesländern. Während die Heizölpreise in sieben Bundesländern zwischen 1,0 und 4,1 Cent/Liter sanken, kletterten die Preise in neun Bundesländern um 0,1 bis 1,3 Cent/Liter. Die deutlichsten Preisnachlässe entfielen dabei auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die größten Preiserhöhungen entfielen auf Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen und Thüringen.

Die zwischen den USA und Iran vereinbarte, zweiwöchige Feuerpause hält an und somit auch die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. Dennoch bleibt die Lage am Persischen Golf angespannt und der Ölpreis sehr volatil. Die Straße von Hormus ist weiterhin blockiert, aber der Markt preist eine baldige Öffnung bereits ein. Eine erneute Eskalation in der Region würde die Ölpreise daher schnell wieder deutlich über die 100-Dollarmarke steigen lassen. Bei einer Einigung besteht hingegen kein erheblicher Spielraum nach unten. Bis die Heizölpreise hierzulande wieder auf das Vorkriegsniveau sinken, wird es wohl eine ganze Weile dauern. Verbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat über die kommenden, zum Glück wärmeren Monate kommen, sollte mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter fallende Heizölpreise setzen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zum Wochenausklang leicht gestiegen, obwohl die Chancen auf ein Kriegsende im Nahen Osten gestiegen sind. Die Nordsee-Ölsorte BRENT legte am Freitagmorgen leicht auf 98,1 Dollar / Barrel, bleibt damit aber weiterhin unter der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Die US-Ölsorte WTI kletterte auf 93,4 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, stiegen auf 1.170 Dollar / Tonne, während die globale Ölwährung US-Dollar am Morgen kaum verändert bei 1,178 Dollar / €uro gehandelt wurde. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenende wieder leicht eingetrübt.

Nach den zuvor gescheiterten Friedensverhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, hält die vereinbarte, zweiwöchige Feuerpause dennoch weiter an. Hinzu kommt, dass nun auch eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon in Kraft getreten ist. Beides wird lässt die Chance auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten deutlich steigen. Knackpunkt scheint weiterhin das iranische Atomprogramm sowie die vollständige und bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus zu sein. Aktuell blockieren die USA und der Iran die Meerenge, was sämtliche Ölexporte aus der Region, aber auch die Einführung eines iranischen Mautsystems für die wichtige Handelsroute, verhindert.

Von den geopolitischen Faktoren abgesehen, wurde zuletzt über einen deutlichen Verlust von Produktionskapazitäten am Persischen Golf berichtet. Die iranischen Angriffe der vergangenen Wochen auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines haben in der Region ihre Spuren hinterlassen. Eine schnelle Normalisierung der Ölpreise auf das Vorkriegsniveau sehen Analysten, selbst im Falle eines Friedens, zunehmend kritisch. Auch die Internationale Energieagentur (IEA) hat bereits mehrfach auf die erheblichen Schäden an der Ölinfrastruktur hingewiesen. Neben dem Angebotsrückgang sieht die IEA in ihrem aktuellen Monatsbericht, aufgrund des Ölpreisschocks, aber auch einen Rückgang der globalen Ölnachfrage. Erstmals seit der Corona-Krise 2020 sinkt daher wohl in diesem Jahr der globale Ölverbrauch.

Ein echtes Versorgungsproblem mit Ölprodukten gibt es zumindest in Europa und den USA weiterhin nicht. Von Engpässen betroffen sind vor allem asiatische Länder, was die Ölpreise global nach oben drückt. In den USA sind die Öllagerbestände laut US-Energieministerium (DOE) zuletzt leicht gesunken. Dabei verzeichneten die Rohöllager einen Rückgang in Höhe von 0,9 Mio. Barrel und die Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) sind um 9,5 Mio. Barrel gesunken. Dennoch bleiben die US-Öllagerbestände in der Nähe eines Drei-Jahreshochs und sind aktuell auf dem gleichen Stand wie vor Kriegsbeginn.

Zurück