Heizölpreise auf Zwei-Monatstief - Ölpreise unter 100 Dollar gesunken | Heizöl-News vom

um 08:14 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind in der ersten Novemberwoche spürbar gesunken, nachdem die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen einen deutlichen Wahlsieg einfahren konnten. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 174,69 €uro/100 Liter. Damit haben die Heizölpreise ihren seit über einem Monat laufende Seitwärtstrend zwar noch nicht verlassen, sind aber dennoch auf den tiefsten Stand seit Mitte September gefallen. Ein Lichtblick in der bisher teuersten Heizsaison aller Zeiten.

Obwohl die Ölliefermengen aus den Golfstaaten zuletzt auf das Vorkriegsniveau gestiegen sind und die G7-Staaten große Mengen ihrer strategischen Ölreserven freigegeben haben, hängen die Ölpreise an der 100-Dollar-Marke fest. Trotz diplomatischer Bemühungen bleibt die Lage im Nahen Osten sehr angespannt und die hohen Transportkosten und knappen Raffineriekapazitäten treiben die Preise für Ölprodukte zusätzlich nach oben. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, um auch bei niedrigeren Temperaturen spekulieren zu können, sollten auf sinkende Heizölpreise setzen. Trotz oder wegen des Wahlausgangs in den USA besteht im November allerdings auch ein Risiko, dass der Iran-Krieg erneut eskalieren könnte, was die Preise wieder nach oben treiben würde. Wer für den Winter Heizöl benötigt, sollte daher zumindest eine kleinere Heizölbestellung in Betracht ziehen, um sich weiter Zeit zu verschaffen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben zum Wochenausklang leicht zugelegt, nachdem sie zur Wochenmitte kräftig eingebrochen waren. Am Freitagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 99,8 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI stand bei 91,6 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, standen mit 1.386 Dollar / Tonne auf einem Monatstief, während die globale Ölwährung US-Dollar stabil auf ihrem Langzeithoch von rund 1,12 Dollar / €uro verharrt. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt in dieser Handelswoche deutlich verbessert.

Der Einbruch der Ölpreise um zwischenzeitlich bis zu 21 Prozent innerhalb einer knappen Woche ist auf den deutlichen Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen zurückzuführen und damit auf die Hoffnung, dass nun der Krieg im Nahen Osten beendet werden könnte. Dies zeigt, dass der Ölmarkt sehr schnell bereit ist eine diplomatische Lösung für ein Ende des Iran-Kriegs einzupreisen, allerdings fehlt bei beiden Kriegsparteien zurzeit noch der deutliche Wille für einen Kompromiss und von konkreten Schritten für eine belastbare diplomatische Lösung ist man noch sehr weit entfernt. Zudem sollte man nicht allzu euphorisch werden, denn weiterhin bestimmt der US-Präsident nahezu im Alleingang die Richtung im Iran-Krieg und man kann nicht davon ausgehen, dass Trump nun stärker auf den Kongress hören wird als zuvor. Dennoch bleibt die Hoffnung auf eine Lösung bestehen, was die Ölpreise zunächst einmal unter Druck gesetzt hat.

Grundsätzlich wurde die globale Ölinfrastruktur durch Kriegshandlungen in der Golfregion und in Russland zuletzt spürbar in Mitleidenschaft gezogen, was vor allem raffinierte Ölprodukte wie Heizöl und Diesel auf einem sehr hohen Preislevel hält. Zwar sind die Ölexporte aus dem Persischen Golf zuletzt wieder auf das Vorkriegsniveau gestiegenen, dennoch bleibt das Risiko am Ölmarkt hoch, genauso wie die Transport- und Raffineriekosten. Unterdessen sind die Öllagerbestände in den USA auf den tiefsten Stand seit rund zwölf Jahren gefallen. Seit Beginn des Iran-Kriegs verzeichnen die gesamten Öllagerbestände nun bereits einen Rückgang von über 100 Mio. Barrel, davon entfällt jeweils rund die Hälfte auf die Rohöllager sowie auf die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin).

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