Heizölpreise auf Zwei-Monatshoch - Ölpreise stabil | Heizöl-News vom

um 09:21 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben zum Wochenende wieder nachgeben, nachdem sie zuvor zugelegt hatten. Unterm Strich bewegen sich die Heizölpreise seit dem Jahresbeginn jedoch leicht nach oben und haben aktuell sogar die wichtige Marke von einem Euro pro Liter überschritten. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 100,66 €uro/100 Liter und befindet sich damit auf einem Zwei-Monatshoch. Dementsprechend bleibt die Heizölnachfrage, trotz eisiger Temperaturen, eher zurückhaltend.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren in der zweiten Wochenhälfte in allen Bundesländern Preiserhöhungen zu verzeichnen. Dabei zogen die Heizölpreise mit 1,4 bis 1,6 Cent/Liter am wenigsten in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an. Die kräftigsten Preisanstiege entfielen mit 2,1 bis 2,4 Cent/Liter auf Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

Heizölverbraucher halten die Preise zurzeit im Blick, spekulieren jedoch zum größten Teil auf günstigere Heizölpreise im weiteren Jahresverlauf. Die Aussichten dafür sind auch recht gut, denn grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes eher für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, können daher mit einer Heizölbestellung warten. Wer zurzeit Heizöl benötigt, findet aktuell einen Kaufzeitpunkt vor, der dem Durchschnittspreis des vergangenen Jahres entspricht.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise bewegen sich zum Wochenausklang seitwärts. So wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT am Freitagmorgen mit 64,5 Dollar / Barrel leicht höher gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte unverändert bei 59,7 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl legten minimal auf 668 Dollar / Tonne zu, genauso wie der US-Doller minimal auf 1,173 Dollar / €uro an Wert verlor. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt in der zweiten Wochenhälfte kaum verändert.

Geopolitische Krisen hatten in den ersten Wochen des Jahres für preisstützende Impulse am Ölmarkt gesorgt. Diese rücken nun jedoch wieder in den Hintergrund, weil der Grönland-Streit zwischen der EU und den USA beigelegt werden konnte und auch die Krisen im Iran und Venezuela nicht eskaliert sind. Im Ukraine-Krieg gibt es weiter Gespräche, aber zurzeit deutet wenig darauf hin, dass Putin Interesse an einem Waffenstillstand hat oder dass Trump den Druck auf Russland erhöhen will.

Dementsprechend fokussieren sich Händler wieder auf die fundamentale Lage am Ölmarkt und diese bleibt weiterhin preisdrückend. In ihrem jüngsten Bericht hatte die Internationale Energieagentur (IEA) zwar die Prognose für die globale Ölnachfrage leicht angehoben, weil sie von einer Belebung der Weltwirtschaft ausgeht, dennoch erwartet die IEA für das Jahr 2026 weiterhin eine deutliche Überversorgung des Weltölmarktes.

Vom US-Ölmarkt kamen in dieser Woche erneut preisdrückenden Impulse, weil die dortigen Öllagerbestände in einem rasanten Tempo erhöht werden. So meldete das US-Energieministerium (DOE) erneut einen erheblichen Aufbau der Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in Höhe von 9,6 Mio. Barrel. Gleichzeitig wurden zudem die Rohöllager um weitere 3,6 Mio. Barrel aufgebaut. Innerhalb von zehn Wochen verzeichnen die gesamten US-Öllagerbestände nun bereits einen Anstieg von knapp 80 Mio. Barrel und befinden sich damit auf dem höchsten Stand seit Juni 2024. Dieser rasante Lageraufbau wirft die Frage auf, ob man in den USA mit steigenden Ölpreisen rechnet oder für den Krisenfall gewappnet sein möchte.

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