Heizölpreise auf neuem Höchststand - Lage am Ölmarkt kritisch | Heizöl-News vom

um 08:03 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zum Beginn der Woche auf einen neuen Höchststand der vergangenen 41 Monate gestiegen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 163,85 €uro/100 Liter. Die Lage am Ölmarkt bleibt angespannt und undurchsichtig. Ein Ende des Iran-Kriegs oder eine Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf ist nicht in Sicht und die Freigabe der strategischen Ölreserve hat bisher kaum Auswirkungen auf die Ölpreise gehabt.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenauftakt in allen Bundesländern weitere Preiserhöhungen zu verzeichnen, die zwischen 2,0 und 12,0 Cent/Liter lagen. Am günstigsten ist Heizöl zurzeit Baden-Württemberg und Bayern, wobei hier im Tagesverlauf mit Preisanstiegen gerechnet werden muss. Die höchsten Heizölpreise verzeichnen derzeit Bremen, das Saarland und Sachsen-Anhalt.

Am Ölmarkt bewegt sich zurzeit viel, dennoch hängt die weitere Entwicklung der Heizölpreise fast ausschließlich von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. Sollte sich die Lage am Persischen Golf beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut, denn abgesehen von den geopolitischen Faktoren ist der Weltölmarkt fundamental gut versorgt. Verbraucher sollten daher zurzeit Heizölbestellung vermeiden und wenn möglich, warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat. Dies kann allerdings einige Wochen dauern.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben Wochenstart wieder zugelegt und damit deutlich über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Am Montagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 113,3 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 100 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, zogen weiter an und standen am Morgen mit 1.391 Dollar / Tonne auf einem Rekordhoch der vergangenen Jahrzehnte. Die globale Ölwährung US-Dollar hält sich gegen den Euro erneut stabil bei 1,153 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenende erneut verschlechtert und bewegen sich auf neue Höchststände zu.

Der Krieg im Iran dauert nun bereits drei Wochen und ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Im Gegenteil eskaliert die Lage weiter durch gezielte Angriffe beider Seiten auf die Öl- und Gasinfrastruktur in der Region. Trotz großer Verluste scheint der Iran zudem weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus zu haben, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. US-Präsident Trump hat dem Mullah-Regime nun ein Ultimatum gestellt, dass die wichtige Schifffahrroute bis Dienstag vollständig freigegeben werden muss, ansonsten werden massive Angriffe der USA folgen. Ein Einlenken der Iraner erscheint jedoch wenig realistisch, da der Plan des Regimes, den Krieg in der gesamten Region eskalieren zu lassen und somit die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, derzeit aufgeht. Im Gegenteil droht der Iran mit weiteren Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Nachbarländer und wird seine größte Trumpfkarte wohl nicht aus der Hand geben.

Die Lage am Ölmarkt bleibt sehr angespannt. Derzeit gibt es noch kein Versorgungsproblem, aber alle Förderländer am Persischen Golf haben ihre Ölproduktion deutlich zurückgefahren, was bei einem länger anhaltenden Konflikt zu Versorgungsstörungen führen könnte. Um einer möglichen Ölkrise entgegenzuwirken hat die Internationale Energieagentur (IEA) eine Rekordmenge der strategischen Ölreserven freigegeben. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer 400 Millionen Barrel Rohöl an den Markt geben, um die Ölpreise zu stabilisieren. Zusätzlich wurden Ölverkaufs-Sanktionen gegen Russland und Iran gelockert. Insgesamt bewegt sich zurzeit sehr viel am Ölmarkt, was die Lage unübersichtlich macht. Daher ist eine Aussage über die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen kaum möglich. Die Bandbreite reicht weiterhin von einem massiven Anstieg auf 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 70 Dollar je Barrel.

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