Heizölpreise auf Ein-Monatshoch - Ölpreis legen zu | Heizöl-News vom

um 08:52 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise haben zur Wochenmitte deutlich zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit einem Monat gestiegen. Hintergrund sind gestiegene Rohöl- und Gasölpreise, die aufgrund der jüngsten Angriffe im Nahen Osten auf ein Vier-Wochenhoch geklettert sind. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 128,21 €uro/100 Liter. Damit haben die Heizölpreise ihren vierwöchigen Seitwärtstrend verlassen und drohen weiter zu steigen, wenn die Lage im Nahen Osten erneut eskaliert.

Die Öffnung der Straße von Hormus und die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran hatten die Ölpreise zuletzt deutlich fallen lassen. Einige Analysten sprachen jedoch schon von einem übertriebenen Rückgang, weil die Lage im Nahen Osten fragil und die Friedensgespräche kompliziert sind. Andere Marktbeobachter sehen in den kommenden Monaten hingegen eine regelrechte Ölschwemme auf den Weltmarkt zukommen. Einen Einbruch der Heizölpreise unter die Ein-Euro-Marke erwarten wir in diesem Jahr nicht, aber die Heizölpreise haben, besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege, noch Spielraum nach unten. Verbraucher, die genug Heizöl im Tank haben um zu spekulieren, sollten aktuell mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind zur Wochenmitte deutlich gestiegen, nachdem es zu mehreren Angriffen in der Straße von Hormus und gegen den Iran gekommen ist. Die Nordsee-Ölsorte BRENT kletterte am Mittwochmorgen auf 76,6 Dollar / Barrel und notiert damit knapp zehn Prozent über dem Zwischentief von Anfang Juli. Die US-Ölsorte WTI legte ebenfalls auf 72,8 Dollar / Barrel zu. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, zogen auf 987 Dollar / Tonne an und stehen somit auf dem höchsten Stand seit knapp vier Wochen. Die Ölwährung US-Dollar hält sich weiterhin recht stabil bei 1,142 Dollar / €uro. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zur Wochenmitte spürbar verschlechtert.

Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Zwar herrscht grundsätzlich viel Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommen wird, dennoch kommt es immer wieder zu Angriffen in der Straße von Hormus und auf andere Ziele in der Region. Am Dienstag hat der Iran einen Tanker angegriffen und in der Nacht zu Mittwoch bombardierten die USA Ziele im Iran. Das vorläufige Friedensabkommen ist brüchig und die laufenden Verhandlungen bleiben kompliziert. Neben den iranischen Atomprogramm und dem Kampf Israels im Süden des Libanon, gibt es bisher keine klare Regelung zur Verwaltung der Straße von Hormus. Das Mullah-Regime will die vollständige Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute, um zukünftig ein mächtiges Druckmittel in der Hand zu haben und Einnahmen aus Mautgebühren zu erhalten. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Amerikaner und wäre eine schlechte Entwicklung für die Weltwirtschaft.

Als Reaktion auf die jüngste Eskalation haben die USA eine Ausnahmegenehmigung für den Verkauf von iranischem Öl zurückgenommen, was Teheran als schwerwiegenden Verstoß gegen das Rahmenabkommen ansieht und eine entschlossene Gegenreaktion angekündigt hat. Sollte die Lage weiter eskalieren, drohen die Ölpreise schnell wieder zu steigen, bei einer Deeskalation sollte der jüngste Abwärtstrend jedoch wieder aufgenommen werden. Im Hinblick auf die vorherigen Preisrückgänge haben viele Stimmen von zu viel Optimismus gewarnt, andere Marktbeobachter sehen in den kommenden Monaten jedoch eine regelrechte Ölflut auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch damit, dass viele OPEC-Staaten mehr Rohöl fördern wollen als ihnen das Ölkartell zugesteht und daher mit dem Austritt aus der Organisation gedroht haben. Am vergangenen Wochenende hatte die OPEC verkündet die Ölproduktion ab August um knapp 0,2 Mio. Barrel pro Tag zu erhöhen.

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