Heizölpreise auf 6-Wochenhoch - Ölpreise stabil | Heizöl-News vom
um 08:59 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zum Wochenbeginn spürbar zugelegt und sind und damit auf einen 6-Wochenhoch gestiegen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 98,42 €uro/100 Liter. Trotz der zuletzt eisigen Temperaturen bleibt die Heizölnachfrage eher zurückhaltend.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigt sich zum Wochenauftakt ein sehr einheitliches Bild mit Preiserhöhungen in allen Bundesländern. Dabei kletterten die Heizölpreise mit 0,6 bis 0,8 Cent/Liter am wenigsten in Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die kräftigsten Preisaufschläge entfielen mit 1,1 bis 1,2 Cent/Liter auf Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Heizölverbraucher halten die Preise zurzeit im Blick, spekulieren jedoch zum größten Teil auf günstigere Heizölpreise im weiteren Jahresverlauf. Die Aussichten dafür sind auch recht gut, denn grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes eher für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher, die ausreichend Heizöl im Tank haben, können daher mit einer Heizölbestellung warten. Wer zurzeit Heizöl benötigt, findet aktuell einen Kaufzeitpunkt vor, der dem Durchschnittspreis des vergangenen Jahres entspricht.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben sich zum Wochenauftakt nur wenig bewegt und dies wird sich am heutigen Handelstag wohl auch fortsetzen, denn die Börsen bleiben in den USA, aufgrund eines Feiertags geschlossen. Am Montagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 63,7 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 59,1 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl kletterten auf 648 Dollar / Tonne und der US-Doller verlor mit 1,163 Dollar / €uro leicht an Wert gegen den Euro. Insgesamt fallen die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt somit zum Wochenstart klar preisstützend aus.
Weiterhin sorgen die geopolitischen Krisen für die deutlichsten Impulse bei den Ölpreisen. Allerdings scheint sich die Lage im Iran zu beruhigen, was einen US-Militärschlag weniger wahrscheinlich macht. Auch in Venezuela scheint die Lage stabil zu sein. Die Modernisierung der marode Ölinfrastruktur und somit eine Ausweitung der Ölförderung des OPEC-Mitglieds wird jedoch Zeit benötigen. Der Ukraine-Krieg ist unterdessen in den Hintergrund gerückt. Nichts deutet darauf hin, dass Putin Interesse an einem Waffenstillstand hat oder dass Trump den Druck auf Russland erhöhen will. Im Gegenteil hat Trump mit der Ukraine sogar ein Trumpf gegen die EU in der Hand, wenn es um seine Pläne geht Grönland zu übernehmen. Unterm Strich gibt es zwar viele Krisen, dennoch sollten sich die Risikoaufschläge bei den Ölpreisen in Grenzen halten.
Von den geopolitischen Krisen abgesehen bleibt die fundamentale Lage am Ölmarkt weiterhin preisdrückend. Sollte es nicht zu einem unerwarteten Angebotsrückgang kommen, steuert der Weltölmarkt weiterhin auf eine wachsende Überversorgung zu. Das Ölkartell Opec+ hat seine derzeitige Förderpolitik zuletzt bestätigt und hält somit die Ölförderung im ersten Quartal des neuen Jahres auf dem aktuell, hohen Level. Nicht-OPEC-Staaten wie die USA oder Kanada weisen ebenfalls eine Ölförderung auf einem Rekordhoch aus. Gleichzeitig ist die weltweite Ölnachfrage relativ schwach, weshalb die Internationale Energieagentur (IEA) für dieses Jahr eine historisch hohe Überversorgung von rund 3,8 Mio. Barrel erwartet.
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