Heizölpreise auf 5-Wochenhoch - Ölpreise ziehen an | Heizöl-News vom
um 09:55 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zum Wochenstart deutlich zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit fünf Wochen gestiegen. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 134,06 €uro/100 Liter. Die Heizölpreise haben damit nun klar den zuvor laufenden Seitwärtstrend verlassen und drohen in einen Aufwärtstrend überzugehen. Dies entspricht auch den Vorgaben vom Ölmarkt, wo die Gasölpreise ebenfalls auf ein 5-Wochenhoch geklettert sind und sich die globale Ölwährung US-Dollar in der Nähe eines 15-Monatshochs befindet.
Trotz der Eskalation im Streit um die Straße von Hormus, herrscht am Ölmarkt weiterhin Optimismus, dass dies nur ein vorübergehender Rückschlag in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran war. Daher hält sich der Ölpreisanstieg in Grenzen, aber die Lage bleibt fragil und angespannt. Gleichzeitig sehen einige Analysten in den kommenden Monaten eine regelrechte Ölschwemme auf den Weltmarkt zukommen. Einen Einbruch der Heizölpreise unter die Ein-Euro-Marke erwarten wir in diesem Jahr nicht, aber die Heizölpreise haben, besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Preisanstiege, wieder einen deutlichen Spielraum nach unten. Verbraucher, die genug Heizöl im Tank haben um zu spekulieren, können daher mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter sinkende Heizölpreise in den Sommermonaten setzen.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind am Montagmorgen deutlich gestiegen, nachdem die USA ihre vierte Angriffswelle innerhalb einer Woche durchgeführt haben. Die Nordsee-Ölsorte BRENT kletterte am Montagmorgen auf 78,9 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI notierte bei 74,1 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, zogen weiter an und standen am Morgen mit 1046 Dollar / Tonne auf einem 5-Wochenhoch. Die globale Ölwährung US-Dollar legte ebenfalls zu und wurde am Morgen bei 1,140 Dollar / €uro gehandelt. Unterm Strich haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenstart erneut spürbar verschlechtert.
Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt. Zwar herrscht grundsätzlich viel Optimismus, dass es zu einer diplomatischen Lösung zwischen den USA und Iran kommen wird, dennoch kommt es immer wieder zu Angriffen in der Straße von Hormus und auf andere Ziele in der Region. Das US-Militär hat seit Mittwoch vier Angriffswellen auf Ziele im Iran geflogen und der Iran hat Handelsschiffe sowie US-Basen in der Region attackiert. Der Grund für die jüngste Eskalation ist die Straße von Hormus. Während der Iran die volle Kontrolle über die Meerenge beansprucht und die wichtige Schifffahrtsroute wieder für geschlossen erklärt hat, sehen die USA, dass die Straße von Hormus eine essenzielle Bedeutung für den weltweiten Handel hat und setzen die Freiheit des zivilen Schiffsverkehrs mit Gewalt durch.
Neben den iranischen Atomprogramm und dem Kampf Israels im Süden des Libanon, gibt es mit der Verwaltung der Straße von Hormus ein drittes Thema, dessen Lösung in möglichen Friedensgesprächen kompliziert wird. Das Mullah-Regime will die vollständige Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsroute, um zukünftig ein mächtiges Druckmittel in der Hand zu haben und Einnahmen aus Mautgebühren zu erhalten. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Amerikaner und der Weltgemeinschaft. Sollte die Lage am Persischen Golf weiter eskalieren, drohen die Ölpreise schnell und deutlich zu steigen. Im Hinblick auf die vorherigen Preisrückgänge hatten viele Stimmen bereits von zu viel Optimismus gewarnt, andere Marktbeobachter sehen in den kommenden Monaten hingegen eine regelrechte Ölflut auf den Weltmarkt zukommen. Dies wird nicht nur mit einer Normalisierung der Ölexporte aus dem Persischen Golf begründet, sondern auch mit einer Erhöhung der Ölproduktion der OPEC-Staaten.
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