Heizölpreise auf 40-Monatshoch - Iran-Krieg treibt Ölpreise | Heizöl-News vom
um 08:51 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zum Wochenende etwas nachgegeben, dennoch steht auf Wochensicht ein massiver Anstieg in Höhe von 35,5 Cent/Liter bzw. rund 33 Prozent zu Buche. Der Krieg im Iran sorgt weiterhin für erhebliche Risikoaufschläge bei den Ölpreisen und gleichzeitig für einen steigenden US-Dollar. Beides treibt die Heizölpreise hierzulande auf ungeahnte Höhen. Selbst den Heizölhändlern ist das Preisrisiko derzeit zu groß, weshalb nur Abwehrpreise mit zusätzlichen Risikoaufschlägen angeboten werden. Dementsprechend kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 142,06 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit 40 Monaten ist.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren zum Wochenausklang in fast allen Bundesländern weitere Preiserhöhungen zu verzeichnen. Lediglich in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen bleiben die Heizölpreise stabil oder gaben sogar leicht nach. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisanstiege zwischen weiteren 1,8 und 5,8 Cent/Liter. Günstige Angebote sind weiterhin nicht zu finden und der Heizölhandel beschränkt sich auf absolute Notfalllieferungen zu sehr hohen Preisen.
Die weitere Entwicklung der Heizölpreise hängt von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab. Derzeit laufen alle Indikatoren gegen Heizölkunden und kurzfristig besteht ein erhebliches Risiko für weiter steigende Preise. Sollte sich die Lage am Persischen Golf jedoch beruhigen, sind die Aussichten für sinkende Heizölpreise sehr gut. Grundsätzlich spricht die aktuelle Überversorgung des Weltölmarktes mittelfristig für fallende Rohöl- und Heizölpreise. Verbraucher sollten daher kurzfristige Heizölbestellung unbedingt vermeiden und warten bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise haben ihren Höhenflug auch in der zweiten Wochenhälfte fortgesetzt. Die Sorgen vor massiven Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte durch weitere Eskalationen im Nahen Osten nimmt weiter zu. Am Freitagmorgen wurde die Nordsee-Ölsorte BRENT mit 85,1 Dollar / Barrel auf einem neuen Langzeithoch gehandelt, genauso wie die US-Ölsorte WTI, die mit 80,5 Dollar / Barrel sogar die 80-Dollar-Marke übersprang. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, steigen immer weiter an und stehen mit aktuell 1.075 Dollar / Tonne auf den höchsten Stand seit November 2022. Gleichzeitig hat die globale Ölwährung US-Dollar, die in Krisenzeiten als sicherer Hafen gilt, zuletzt an Wert gewonnen. Aktuell steht der Euro-Dollar-Wechselkurs bei 1,161 Dollar / €uro, was Ölprodukte im Euroraum zusätzlich verteuert. Insgesamt sind die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt auch zum Wochenausklang erneut preistreibend ausgefallen.
Der Krieg im Nahen Osten ist noch keine Woche alt und hat die Ölpreise bereits um knapp 20 Prozent steigen lassen. Analysten prognostizieren sogar einen Anstieg auf mehr als 100 Dollar/Barrel, wenn der Konflikt länger anhalten sollte. Der Plan des Iran, den Konflikt in der gesamten Region eskalieren zu lassen und die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, scheint derzeit aufzugehen. Das Hauptproblem für den Weltölmarkt bleibt die Straße von Hormus, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird. Trotz großer Verluste scheint Teheran weiterhin das Nadelöhr am Persischen Golf zu kontrollieren.
Zuletzt haben die iranischen Revolutionsgarden erneut einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs angegriffen und gedroht die Wasserstraße unbefahrbar zu machen, z.B. durch Minen. Der Schiffsverkehr ist dementsprechend nahezu zum Erliegen gekommen und es stauen sich bereits mehrere hundert Öltanker auf beiden Seiten der Schifffahrtsroute. Die USA haben zwar Marineeskorten in Aussicht gestellt, um eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und somit eine globale Energiekrise zu verhindern, derzeit sind die Rohöllieferungen von Produzenten am Persischen Golf jedoch unterbrochen, was die Förderländer auch dazu zwingt die Ölproduktion zu drosseln.
Trotz dieser Entwicklungen ist der rapide Anstieg der Ölpreise bisher noch nicht auf ein zu geringes Ölangebot zurückzuführen, sondern ausschließlich auf Risikoaufschläge und Spekulationen. Hinzu kommt, dass westliche Staaten für solche Notfälle strategische Lagerbestände aufgebaut haben, um einige Woche unabhängig von Ölimporten zu sein. Erst wenn der Krieg mehrere Monate andauert, könnte es zu Versorgungsengpässen kommen. Dennoch wird der Ölpreise weiter steigen, wenn die Störungen der Ölindustrie im Nahen Osten anhalten. Auf der anderen Seite können die Ölpreise auch deutlich fallen, wenn sich die Lage am Persischen Golf beruhigt, denn abgesehen vom Krieg im Iran ist fundamentale Lage am Ölmarkt preisdrückend, weil der Weltölmarkt grundsätzlich sehr gut versorgt ist. Wie sich die Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln ist somit kaum vorhersehbar. Die Bandbreite reicht von einem Anstieg über 100 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf unter 60 Dollar je Barrel.
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