Heizölpreise auf 12-Wochentief - Ölmarkt setzt auf Lösung im Nahen Osten | Heizöl-News vom
um 08:18 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise haben zur Wochenmitte weiter nachgegeben und sind auf ein 12-Wochentief gefallen. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 128,10 €uro/100 Liter und ist somit seit Anfang März erstmals günstiger als 1,30 €uro/Liter. Begründet wird der Preisrückgang mit sinken Ölpreisen sowie einer Entspannung bei der Versorgung mit den Ölprodukten Heizöl und Diesel. Hinzu kommen die höheren Temperaturen, die für eine schwächere Heizölnachfrage sorgen und die Preise weiter nach unten drücken.
Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen gibt es weiterhin spürbare Preisunterschiede zwischen den nördlichen und den südlichen Bundesändern. Am günstigsten ist Heizöl zurzeit in Bayern und am teuersten in Bremen. Mit 6,8 bis 8,6 Cent/Liter sin die Heizölpreise in der ersten Wochenhälfte am kräftigsten in Brandenburg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen gesunken. Am geringsten fielen die Preisnachlässe mit 3,3 bis 4,2 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein aus.
Zuletzt gab es positive Signale für ein baldiges Ende des Iran-Kriegs, was die Ölpreise hat fallen lassen. Allerdings bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt und die Straße von Hormus ist weiterhin blockiert. Daher ist es noch zu früh um allzu optimistisch zu werden, dennoch sollten Verbraucher, deren Heizölvorrat noch einige Monate reicht, mit einer Heizölbestellung warten und auf weiter sinkende Heizölpreise setzen. In den letzten Jahren waren Mai und Juni stets sehr günstige Monate für einen Heizölkauf. Danach sieht es zurzeit zwar nicht aus, aber die Sommermonate könnten relativ gute Kaufmonate werden.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zur Wochenmitte wieder gesunken und bleiben unter der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Die Nordsee-Ölsorte BRENT wurde am Mittwochmorgen bei 98,0 Dollar / Barrel gehandelt und die US-Ölsorte WTI notierte bei 92,0 Dollar / Barrel. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sanken mit 1.055 Dollar / Tonne auf den tiefsten Stand seit Mitte März, während die Öl- und Krisenwährung US-Dollar leicht gegen den Euro nachgab, auf aktuell 1,164 Dollar / €uro. Somit haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt in der ersten Wochenhälfte deutlich verbessert und lassen Langzeittiefstände erwarten.
Am Ölmarkt setzen Händler weiter darauf, dass der Iran und USA bald eine diplomatische Lösung für einen Frieden im Nahen Osten erzielen werden. Obwohl es zuletzt zu militärischen Zwischenfällen in der Straße von Hormus gekommen ist, haben beide Seiten offensichtlich ein Interesse daran, dass die vereinbarte Waffenruhe grundsätzlich bestehen bleibt. Israel attackiert hingegen massiv den Süden des Libanon, was die US-Verhandlungen mit dem Iran zusätzlich erschwert. Auch wenn von den USA immer wieder betont wird, dass man kurz vor einer Vereinbarung steht, gibt es noch weitreichende Differenzen zwischen den Kriegsparteien. Allerdings dürfte US-Präsident Trump zu Zugeständnissen bereit sein, weil der innenpolitische Druck, gegen den sowieso schon unpopulären Krieg, immer stärker wird.
Trotz zuletzt positiver Signale für eine diplomatische Lösung, bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus bleibt weiterhin blockiert, was den Weltölmarkt von rund 20% seines Angebots abschneidet und die Ölpreise hochhält. Selbst im Fall eines Friedens, hat die Ölinfrastruktur am Persischen Golf durch die iranischen Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines bereits so stark gelitten, dass die Ölpreise vorerst wohl nicht wieder auf das Vorkriegsniveau fallen werden. Analysten gegen davon aus, dass es bis ins Jahr 2027 dauern wird, bis sich die Öllieferungen aus dem Nahen Osten wieder normalisiert haben werden.
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