Heizölpreisen zogen kräftig an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenausklang zogen die Heizölpreise deutlich an, nachdem sie im vorherigen Wochenverlauf stetig nachgegeben hatten. Unterm Strich egalisierte der heutige Preisanstieg die gesamten Rückgänge dieser Woche und fiel damit übertrieben aus. Zwar hatten sich die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt auf Freitag deutlich verschlechtert, doch alleine dadurch ist der heutige Preisanstieg in Höhe von 1,5 Cent/Liter nicht zu erklären. Im bundesweiten Durchschnitt kostete eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl am Freitagmorgen 70,85 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zogen die Heizölpreise heute in allen Bundesländern an. Dabei fiel jedoch die Höhe der Preisanstiege sehr unterschiedlich aus. Der mit Abstand kräftigste Anstieg musste heute mit rund 2,6 Cent/Liter in Nordrhein-Westfalen festgestellt werden, gefolgt von Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz, wo die Heizölpreise um 1,5 bis 1,9 Cent/Liter kletterten. Die geringsten Preisanstiege entfielen am Freitagmorgen mit 0,5 bis 0,8 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem die Rohölpreise Mitte Juli überraschend deutlich zurückgegangen waren, dominierten in der zweiten Hälfte des Monats preistreibende Nachrichten, weshalb sich die Ölpreise wieder stabilisierten. Anschläge auf saudische Öltanker in der Meeresstraße Bab al-Mandab, Streiks auf Ölplattformen in der Nordsee und auch verbale Attacken zwischen den USA und Iran, hatten die Ölpreise dabei gestützt.

In dieser Woche rückten jedoch wieder preisdrückende Themen in den Vordergrund. Genannt wird hier vor allem die Sorge vor den weltwirtschaftlichen Auswirkungen eines Handelskonfliktes zwischen den USA und China. Aber auch ein Gesprächsangebot von US-Präsident Trump mit der iranischen Führung und verbesserte Daten vom US-Ölmarkt setzten die Ölpreise in der ersten Wochenhälfte unter Druck.

Zum Wochenausklang drehten die Ölpreise jedoch wieder nach oben. Insgesamt erwarten Analysten, auch bei der aktuell volatilen Nachrichtenlage am Ölmarkt nicht, dass die BRENT-Ölnotierungen unter die 70 Dollar-Marke fallen werden. Es wird eher damit gerechnet, dass sich die Preise im Jahresverlauf wieder in Richtung 80 Dollar/Barrel bewegen.

Für Heizölverbraucher bedeutet dies, dass die Chancen auf kurzfristig sinkende Heizölpreise begrenzt sind. Die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate fallen zudem wenig verbraucherfreundlich aus. Wer nicht sofort Heizöl benötigt, der kann die Preisentwicklung der kommenden Tage zunächst abwarten. Grundsätzlich empfehlen wir aber weiterhin die aktuellen Preise für eine weitsichtige Heizölbestellung, deutlich vor den kalten Monaten zu nutzen.

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