Heizölpreise zogen wieder kräftig an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Über den Feiertag haben die Heizölpreise kräftig zugelegt. Zwar hatten sich die Rohölpreise stabil gezeigt und der €uro konnte sogar gegen die Ölwährung Dollar zulegen, was eine Kombination ist, die zumeist auf sinkende Heizölpreise hindeutet. Allerdings sind die Notierungen für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, deutlich gestiegen, was die Heizölpreise am Donnerstagmorgen wieder in die Nähe eines Halbjahreshoch hat steigen lassen. Mit einem Plus von 1,3 Cent/Liter im bundesweiten Durchschnitt kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 73,73 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisanstiegen in allen Bundesländern, die auch in ihrer Höhe zumeist ähnlich ausfielen. So kletterten die Heizölpreise in zehn Bundesländern zwischen 1,2 und 1,4 Cent/Liter. In Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland waren mit 0,7 bis 0,9 Cent/Liter die geringsten Preiserhöhungen zu verzeichnen, während die deutlichsten Preiserhöhungen mit rund 1,7 Cent/Liter in Bayern, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen waren.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem es zum Wochenauftakt noch der Eindruck hätte aufkommen können, dass die Stimmung am Ölmarkt gekippt wäre und sich Verbraucher auf nachgebende Rohöl- und Heizölpreise einstellen könnte, haben sich die Ölpreise im Wochenverlauf schnell wieder stabilisiert und die Gasölpreise sind sogar spürbar angezogen. Insgesamt sollten sich Verbraucher von dem jüngsten, überraschenden Preisrückgang am Ölmarkt nicht täuschen lassen, denn dieser war lediglich auf kräftige Gewinnmitnahmen der Börsenhändler zurückzuführen und stellt keine Trendwende im Nachfrage-Angebotsverhältnis dar.

Zwar scheint es nicht unrealistisch zu sein, dass Saudi-Arabien auf die Forderung von US-Präsident Trump eingeht und seine Ölförderung erhöht, nachdem die US-Regierung die harte Gangart gegen den Iran verschärft hat, doch eine klare Zusage für Förderanhebungen gibt es bisher noch nicht und diese wird es wohl auch nicht geben bis sicher gestellt ist, dass es tatsächlich keine Ausnahmeregelungen für den Import von iranischem Öl geben wird.

Für Heizölverbraucher bedeutet die aktuelle Situation, dass man nach wie vor darauf spekulieren kann, dass die OPEC die Ölförderung anheben wird und dass dann die Rohöl- und Heizölpreise zum Sommer fallen werden. Weiterhin bürgt diese Vorgehensweise jedoch ein nicht unerhebliches Risiko, denn eine Anhebung der Ölförderung ist alles andere als sicher. Wer demnächst seinen Heizölvorrat auffüllen muss, der sollte daher nicht lange warten und auch mit einem weitsichtigen Heizölkauf für den nächsten Winter macht man aktuell keinen Fehler.

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