Heizölpreise zogen nach Ostern kräftig an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den Osterfeiertagen sind die Heizölpreise kräftig gestiegen, weil es auch am Weltölmarkt zu einem Preissprung nach oben gekommen war, nachdem die US-Regierung bekannt gegeben hatte ab Mai keine Ausnahmeregelungen mehr für Ölimporte aus dem Iran zu gewähren. Damit drohen demnächst allen Staaten, die weiterhin Öl aus dem Iran importieren, Wirtschaftssanktionen der USA. Dieser Schritt beflügelte die Ölpreise und ließ dementsprechend auch die Heizölpreise hierzulande im bundesweiten Durchschnitt um 1,2 Cent/Liter steigen. Damit kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 74,32 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit Anfang Dezember des letzten Jahres ist.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisanstiegen in allen Bundesländern, die auch in ihrer Höhe zumeist eng beieinander lagen. So waren die geringsten Preisanstiege mit 0,8 bis 1,0 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen. Die kräftigsten Preisaufschläge entfielen mit 1,4 bis 1,7 Cent/Liter auf Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. In allen anderen Bundesländern kletterten die Heizölpreise zwischen 1,1 und 1,2 Cent/Liter.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem sich die Ölpreise in der Woche vor Ostern zunächst stabilisiert hatten, war es direkt nach den Feiertagen schon wieder vorbei mit den ruhigeren Aussichten, die zumindest vorerst eine stabile Seitwärtsbewegung hatten erwarten lassen. Der Grund dafür ist eine weitere Verschärfung in der iranischen US-Politik. Nachdem die USA in der ersten Monatshälfte bereits die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft hatte, gab die US-Regierung nun bekannt, dass man ab Mai auch Wirtschaftssanktionen gegen verbündete Staaten verhängen werde, wenn diese weiterhin Öl aus dem Iran importieren sollten. Bisher hatten noch Ausnahmeregelungen für acht Staaten gegolten, die größere Mengen von iranischem Rohöl importiert hatten.

Das Ende diese Ausnahmeregelungen lässt nun bereits ab Mai eine spürbare Unterversorgung des Weltölmarktes erwarten, weshalb es am gestrigen Handelstag auch zu einem spürbaren Preissprung nach oben gekommen war. Die vorherige Verschnaufpause scheint am Weltölmarkt somit beendet zu sein und es muss nun auch kurzfristig mit weiter steigenden Ölpreisen gerechnet werden. Die längerfristige Entwicklung der Ölpreise hängt nun noch stärker von der Entscheidung des OPEC+ Verbundes ab, ob die aktuelle Förderkürzung bis in die zweite Jahreshälfte hinein verlängert wird.

Für Heizölverbraucher bedeutet die aktuelle Situation, dass man sich nun auf einen schnelleren und stärkeren Anstieg der Rohöl- und Heizölpreise einstellen sollte. Wer genügend Heizöl im Tank hat, der kann darauf spekulieren, dass die OPEC die Ölförderung wieder anheben wird, doch darauf zu setzen bürgt ein nicht unerhebliches Risiko. Wer demnächst seinen Heizölvorrat auffüllen muss, der sollte nicht lange warten und auch mit einem weitsichtigen Heizölkauf für den kommenden Winter macht man aktuell bestimmt keinen Fehler.

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