Heizölpreise zogen kräftig an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Das war´s! Nicht nur für unsere Nationalmannschaft bei der Fussball-WM sondern auch für die Hoffnung auf sinkende Heizölpreise im Sommer. Nach der eher zurückhaltenden Anhebung der Ölförderung durch die OPEC und Russland jagt eine Hiobsbotschaft die Nächste. Bei der ohnehin angespannten Lage am Ölmarkt steht zu befürchten, dass die Ölexporte des Iran in den kommenden Monaten massiv zurückgehen werden und auch der US-Ölmarkt schwächelt zurzeit.

Dementsprechend sind die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag kräftig gestiegen und verzeichneten im bundesweiten Durchschnitt ein Plus von 1,8 Cent/Liter zu. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 71,63 €uro/100 Liter und die Tendenz weist eindeutig nach oben.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren heute in allen Bundesländern kräftige Preisanstiege feststellbar. Mit 1,3 Cent/Liter kletterten die Heizölpreise am wenigsten in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die kräftigsten Preisanstiege waren hingegen mit 2,2 bis 2,6 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen.

 

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nach dem Beschluss der OPEC die Ölförderung um eine Million Barrel zu erhöhen, konnte man zunächst damit rechnen, dass etwas Ruhe am Ölmarkt einkehrt. Doch aktuell scheint sich die Lage deutlich schneller zuzuspitzen als erwartet, was die Ölpreise schon kurzfristig wieder in Richtung 80 Dollar/Barrel steigen lassen könnte. Der Grund ist, dass die beschlossene Anhebung der Ölförderung wohl nicht ausreichen wird um die in Aussicht stehenden Förderausfälle zu kompensieren.

Neben der Wirtschaftskrise in Venezuela, sorgen in Libyen und Nigeria militärische Auseinandersetzungen für Probleme bei der Ölförderung bzw. dem Trans- und Export. In Kanada musste zuletzt die Produktion auf einem großen Schieferölfeld eingestellt werden und US-Präsident Trump fordert den vollständigen Stopp von Rohölimporten aus dem Iran. Alle Länder sollten den US-Sanktionen folgen und ihre Erdöleinfuhren aus dem Iran bis November dieses Jahres beenden, um so die wichtigste Einnahmequelle des Landes zum Erliegen zu bringen.

Sollte diese Forderung umgesetzt werden, so droht dem Ölmarkt zum Jahresende eine deutliche Unterversorgung und die Ölpreise könnten auf neue Langzeithöchststände klettern. Darüber hinaus kommen vom US-Ölmarkt zurzeit keine Wachstumsimpulse, was den Ölpreisen ebenfalls Auftrieb gibt. Die Heizölpreise ziehen dementsprechend kräftig an und es steht zu befürchten, dass es zu einem anhaltenden Aufwärtstrend kommen wird.

Unsere Empfehlung für Heizölverbraucher lautet daher ganz klar Heizöl kaufen. Noch stehen die Heizölpreise knapp unter dem Langzeithoch von Ende Mai, doch vor dem Hintergrund, dass die Risiken auf steigende Rohöl- und Heizölpreise nun deutlich gestiegen sind, kann man aktuell von einem attraktiven Preis für eine Heizölbestellung sprechen. Es hat nicht geschadet die vergangenen Wochen abzuwarten, doch nun sollte man die Gelegenheit für eine frühzeitige Heizölbevorratung nutzen.

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