Heizölpreise wieder unter Jahresdurchschnitt

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Kurz vor dem, für viele von Ihnen wohl langem Wochenende, haben die Heizölpreise erneut nachgeben. So sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,5 Cent/Liter gesunken. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 69,45 €uro/100 Liter, was auch den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt entspricht. Zwar lässt der massive Rückgang der Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen zunächst stärker sinkende Heizölpreise erwarten, allerdings sind die, für die Heizölpreise entscheidenden Gasölnotierungen, zuletzt nicht so kräftig gefallen. Deshalb konnte der Heizölpreis aktuell nicht wieder auf das Niveau von Mitte September sinken.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren auch heute wieder in allen Bundesländern flächendeckende Preisrückgänge zu verzeichnen. Die deutlichsten Preisnachlässe konnten heute mit 0,7 bis 1,0 Cent/Liter in Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland festgestellt werden. Die geringsten Preisrückgänge entfielen hingegen mit maximal 0,4 Cent/Liter auf Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Lage am Ölmarkt hat sich nach den Anschlägen auf die größte saudische Ölproduktionsstätte wieder normalisiert. Dies ist vor allem auf die Meldung zurückzuführen, dass Saudi-Arabien seine Produktionskapazitäten nahezu vollständig wiederhergestellt hat. Laut einem leitenden Angestellten des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco beträgt die aktuelle Ölproduktion rund 9,9 Millionen Barrel je Tag, was in etwa der Menge entspricht, die vor dem Drohnenangriff produziert wurde.

Belastet werden die Rohölpreise zudem durch den dauerhaft schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China, denn dieser stellt eine Gefahr für die angeschlagene Weltkonjunktur dar, was wiederum eine sinkende globale Ölnachfrage erwarten lässt. Am 10. Oktober geht der Machtkampf der beiden größten Volkswirtschaften der Welt in die nächste Runde, allerdings werden von Beobachtern bei diesen Gesprächen keine Fortschritte erwartet.

Gestützt wurden die Ölpreise zur Wochenmitte durch die Erwartung sinkender US-Öllagerbestände. Zudem sorgt der aktuell schwache €urokurs hierzulande für leicht preissteigernde Impulse bei den Heizölpreisen. Insgesamt kann es sich für Heizölverbraucher zurzeit jedoch lohnen auf weiter sinkende Heizölpreise zu spekulieren, denn aktuell sprechen mehr Faktoren für einen Preisrückgang als für einen Anstieg. Als nicht unerheblicher Risikofaktor bleibt allerdings, dass die Lage im Nahen Osten eskalieren könnte, was zu einem sprunghaften Anstieg der Rohöl- und Heizölpreise führen würde.

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