Heizölpreise wieder leicht im Plus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den Preisrückgängen der letzten Tage haben die Heizölpreise auf den heutigen Dienstag wieder leicht zugelegt. Im bundesweiten Durchschnitt war ein Anstieg von knapp 0,3 Cent/Liter zu verzeichnen. Damit kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 65,16 €uro/100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein differenziertes Bild. In neun Bundesländern gaben die Heizölpreise leicht nach oder hielten das Preisniveau vom Vortag bei und in sieben Bundesländern legten die Heizölpreise teilweise kräftig zu.

Die deutlichsten Preisrückgänge entfielen heute mit rund 0,2 Cent/Liter auf Baden-Württemberg und das Saarland. In Schleswig-Holstein wurde der massive Preisrückgang von gestern wieder vollständig zurückgenommen und auch in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen legten die Heizölpreise um rund 0,4 Cent/Liter zu.

Insgesamt macht sich das Hochwasser am Rhein somit bei den Heizölpreisen weiterhin nicht bemerkbar. Obwohl die Schifffahrt teilweise eingestellt werden musste, ist nicht damit zu rechnen, dass es zu Engpässen bei der Belieferung von Raffinerien und Tanklagern über den Wasserweg kommt. Auch weil sich die Hochwasserlage vielerorts bereits entspannt, wird es daher wohl nicht zu steigenden Logistikkosten bei der Heizölbelieferung kommen.

günstige Heizölpreise finden

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Zum Jahresstart zeigt sich der Ölmarkt von seiner unberechenbaren Seite. Obwohl viele Analysten ein Korrekturpotential der Ölpreise nach unten sehen, kletterten die Ölnotierungen heute Morgen wieder zurück auf ihr Drei-Jahres-Hoch.

Zwar wirken die Unruhen im wichtigen Ölförderland Iran weiterhin leicht preisstützend, bisher ist die dortige Ölindustrie jedoch nicht von den Protesten betroffen und dies wird derzeit auch nicht erwartet. Zudem sind weitergehende US-Sanktionen gegen Teheran vorerst vom Tisch, so dass die Risikoaufschläge bald zurückgenommen werden könnten.

Zusätzlich zu dem Korrekturpotential, das sich durch die Rücknahme der Risikoaufschläge ergeben sollte, spricht auch die vollständige Wiederinbetriebnahme der vorübergehend ausgefallenen Forties-Ölpipeline für nachgebende Ölpreise. Aufgrund des Preisanstieges von über 30 Prozent in den vergangenen vier Monaten erscheinen die Ölpreise aktuell zudem überbewertet. Insgesamt steht ein Korrekturpotential von bis zu zehn Prozent im Raum.

Für die heimischen Heizölverbaucher bedeutet dies, dass es sich zurzeit lohnen kann mit einer Heizölbestellung zu warten und auf günstigere Heizölpreise zu spekulieren. Zumindest wenn man mit dem eigenen Heizölvorrat locker über die kommenden, kalten Monate kommt. Denn die Aufschläge für kurzfristige Belieferungen sind aktuell höher als die Ersparnis, die sich durch einen möglicherweise fallenden Ölpreis ergeben könnte.

Zurück