Heizölpreise weiterhin im Aufschwung

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenausklang haben die Heizölpreise erneut leicht zugelegt und sind damit vorerst nicht den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt gefolgt. Denn mit fallenden Ölpreisen bei einem gleichzeitig steigenden €uro war gestern die optimale Konstellation für sinkende Heizölpreise zu verzeichnen.

Dennoch kletterten die Heizölpreise auf den heutigen Freitagmorgen im bundesweiten Durchschnitt um leichte 0,1 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 65,09 €uro/100 Liter. Durch den leichten, aber stetigen Preisanstieg der letzten Tage verzeichnen die Preise für Heizöl auf Wochensicht ein klares Plus. Aktuell sieht es jedoch so aus, als könnten die Heizölpreise zum Wochenende etwas nachgeben.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein zweigeteiltes Bild. In der einen Hälfte der Bundesländer zogen die Heizölpreise weiter an und in der anderen Hälfte hielten die Preise das Vortagesniveau oder gaben leicht nach. Mit 0,6 Cent/Liter entfielen die kräftigsten Preisanstiege heute auf Bayern und das Saarland. Die deutlichsten Preisrückgänge waren hingegen mit 0,2 bis 0,3 Cent/Liter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Obwohl fast alle Marktbeobachter von überbewerteten Ölpreisen sprechen, halten sich die Rohölpreise seit Wochen sehr stabil auf einem hohen Preislevel und haben in den letzten Tagen sogar wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Gestützt werden die Ölpreise durch die Aussicht auf eine anziehende globale Ölnachfrage bei gleichzeitiger Beibehaltung der Förderobergrenze der OPEC-Allianz. Zudem konnte bisher noch nicht das erwartete Wachstum des US-Ölmarktes festgestellt werden, durch welches die Ölpreise nach oben gedeckelt werden sollten.

Daher setzte sich der rasante Höhenflug der Ölpreise in dieser Woche weiter fort und ließ die Ölpreise zwischenzeitlich auf neue Höchststände seit November 2014 klettern. Damit sind die Ölpreise in den vergangenen sieben Monaten nun um fast 60 Prozent gestiegen. Glücklicherweise hält der starke €urokurs etwas dagegen, ansonsten würden wir aktuell schon viel höhere Heizölpreise sehen.

Trotz des anhaltenden Ölpreisanstiegs erwarten fast alle Marktbeobachter und Analysten der großen Bankhäuser und Fonds eine Abwärtskorrektur der Ölpreise und es drängt sich das Gefühl auf, dass diese auch recht kräftig ausfallen könnte, sobald sie denn einsetzt. Doch wann es soweit ist kann derzeit keiner sagen. So könnte eine Gegenbewegung  in der kommenden Woche einsetzen oder auch erst im Frühjahr.

Für die heimischen Heizölverbaucher bedeutet dies, dass es sich weiterhin lohnen kann mit einer Heizölbestellung zu warten, wenn man einen ausreichenden Heizölvorrat im Tank hat um über die anstehenden, kälteren Monate zu kommen. Wird der Heizölvorrat knapp, dann sollte man, neben dem möglichen Risiko weiter anziehender Ölpreise, nicht auch noch das zusätzliche Risiko einer Eillieferung eingehen.

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