Heizölpreise weiterhin auf Drei-Monats-Tief

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenausklang haben sich die Heizölpreise nur wenig bewegt. An den Börsen und auch am Ölmarkt halten sich Händler vor dem heute beginnenden G20-Gipfel eher zurück und warten auf neue Impulse. Dementsprechend sind auch die Heizölpreise auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt nur um leichte 0,5 Cent/Liter zurückgegangen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 74,00 €uro/100 Liter, was jedoch der tiefste Stand seit über drei Monaten ist.

Insgesamt sind die Heizölpreise im zurückliegenden Monat um sehr deutliche 21,7 Cent/Liter bzw. rund 23 Prozent gesunken. Dadurch hat sich der Spielraum für weitere Preisrückgänge aber auch stark verringert, so dass sich aktuell ein baldiges Ende der laufenden Abwärtskorrektur abzuzeichnen scheint. Aktuell hat sich somit nicht nur der beste Kaufzeitpunkt der vergangenen drei Monate eingestellt, sondern auch mit Blick in die Zukunft kann man zurzeit von einem empfehlenswerten Zeitpunkt für eine Heizölbestellung sprechen.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen konnten heute nochmal in allen Bundesländern Preisrückgänge festgestellt werden. Mit rund 0,4 Cent/Liter entfielen dabei die geringsten Preisnachlässe auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen mit 2,4 bis 3,0 Cent/Liter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen, gefolgt von Brandenburg, Berlin, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern, wo die Heizölpreise um 1,3 bis 1,6 Cent/Liter zurückgingen.

 

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem die Rohölsorte-BRENT zum Wochenstart unter 60 Dollar/Barrel gefallen war, stabilisierten sich die Ölpreise in den vergangenen Tagen auf diesem neidrigen Preislevel. Die kommenden Tage werden nun zeigen, ob sich die 60-Dollar-Marke als Widerstandlinie herausstellt, die nicht nachhaltig unterschritten wird, oder ob der Ölpreisverfall weitergeht. Wichtige Impulse für den Ölmarkt werden dabei vom G20-Gipfel und dem anstehenden OPEC-Meeting kommen. Es bleibt spannend, auch wenn die Spielräume für weitere Preisrückgänge am Weltölmarkt zurzeit begrenzt scheinen.

Am Binnenmarkt ist derweil keine weitere Verbesserung bei den Transportproblemen in Sicht. Insgesamt hat sich der Heizölhandel in den vergangenen Wochen so gut wie möglich auf die aktuelle Logistiksituation eingestellt und einen Großteil der Transportaufschläge zurückgenommen. Zwar weisen die Heizölpreise in manchen Regionen immer noch ein großes Abwärtspotential auf, doch dieses wird sich wohl bis ins nächste Jahr hinein, aufgrund des anhaltenden Niedrigwassers entlang des Rheins und fehlenden günstigen Transportalternativen, vorerst nicht weiter heben lassen.

Heizölverbraucher, die mit ihrem Heizölvorrat noch bis zum Ende des Winters auskommen, können zurzeit zwar auf sinkende Heizölpreise spekulieren, sollten dann aber die Entwicklungen am Ölmarkt eng verfolgen. Denn wer weiß schon was in den kommenden drei bis vier Monaten am hochspekulativen Ölmarkt passieren wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Ölpreise, nach ihrem jüngsten rasanten Preissturz, in diesem Zeitraum eher steigen als fallen. Dies könnte dazu führen, dass eine Rücknahme der aktuellen Logistikaufschläge im Binnenmarkt durch steigende Ölpreise egalisiert wird.

Insgesamt finden Heizölverbraucher daher zurzeit einen guten Bestellzeitpunkt vor. Nach der jüngsten Abwärtskorrektur am Heizölmarkt von über 22 Prozent, sind bis zum Jahresende kaum noch Spielräume für weitere Preisrückgänge vorhanden. Vor allem Kunden, die in den kommenden kalten Monaten noch Heizöl benötigen, empfehlen wir jetzt den aktuellen Preiseinbruch für eine Heizölbestellung zu nutzen und sich für den Winter Ruhe zu verschaffen. In dem Zusammenhang sollte auch bedacht werden, dass für kürzere Lieferfristen teilweise hohe Preisaufschläge gezahlt werden müssen, die einen möglichen Preisrückgang wettmachen können.

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