Heizölpreise verlassen den August auf Langzeithoch

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenausklang haben die Heizölpreise weiter zugelegt und verzeichneten somit auf Wochensicht ein kräftiges Plus. So kletterten die Heizölpreise auf den heutigen Freitag um weitere 0,2 Cent/Liter und haben damit im Vergleich zum vergangenen Freitag im bundesweiten Durchschnitt um 2,1 Cent/Liter bzw. rund drei Prozent zugelegt. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl 75,82 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit einem neuen Höchststand seit November 2014 ist.

Auffällig ist zurzeit, dass die Heizölpreise regional deutlichere Unterschiede aufweisen als üblich. So beträgt der Unterschied zwischen Berlin, wo eine 2.000 Liter Heizölbestellung mit rund 1.460 €uro zurzeit am günstigsten ist, und dem Saarland, wo die gleiche Bestellung zurzeit 1.620 €uro kostet, aktuell deutliche elf Prozent.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein unterschiedliches Bild mit zumeist leichten Preisbewegungen nach oben, aber auch einigen leichten Preisrückgängen. Dabei gingen die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin mit gut 0,2 Cent/Liter am deutlichsten zurück. Die kräftigsten Preisanstiege waren hingegen in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz feststellbar, wo die Heizölpreise um 0,3 bis 0,6 Cent/Liter kletterten.

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In Berlin sind die Heizölpreise heute am günstigsten.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Aussichten für die Ölpreisentwicklung zeigen aktuell eher nach oben als nach unten. Der Ölmarkt steckt zwischen dem US-Handelsstreit mit China und den US-Sanktionen gegen den Iran. Während der Handelsstreit die Ölpreise belastet sorgt das Ölembargo gegen den Iran für Preisauftrieb. Daher schauen Händler zurzeit auch auf die Nachfragerisiken, doch insgesamt rückt die knappe Angebotslage am Ölmarkt stärker in den Fokus, was die Ölpreise seit Mitte August um gut neun Prozent hat steigen lassen.

Für Heizölverbraucher fallen die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate wenig verbraucherfreundlich aus und laden daher nicht zu längerfristigen Spekulationen ein. Kurzfristig gesehen besteht zwar auch die Chance, dass die Heizölpreise wieder etwas nachgeben könnten, doch das Risiko auf weiter anziehende Heizölpreise ist in etwa gleich groß. Obwohl sich die Heizölpreise zurzeit auf einem Jahreshoch befinden, bleiben wir bei der Empfehlung, die wir seit Mitte Juli geben und raten zu einer weitsichtigen Heizölbestellung, deutlich vor den kalten Monaten.

Insgesamt klingen die Jahre der Ölschwemme und der günstigen Ölpreise langsam aus. Zwar sind die Preise am Weltölmarkt noch ein gutes Stück von der damals als notwendig bezeichneten 100 Dollar-Marke entfernt, doch die Heizölpreise nähern sich wieder den Regionen an, die man vor dem Ölpreisverfall sehen konnte. Mit aktuell rund 1.500 €uro kostet eine 2.000 Liter Heizöllieferung in etwa so viel wie im November 2014, was für die damaligen Verhältnisse ein sehr günstiger Preis war.

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