Heizölpreise verharren auf Langzeithoch

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der ersten Maiwoche haben sich die Heizölpreise kaum bewegt. So kostete eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl am heutigen Mittwochmorgen weiterhin 68,39 €uro/100 Liter im bundesweiten Durchschnitt. Zwar sind die Rohöl- und Gasölpreise zuletzt gesunken, dies wurde jedoch fast vollständig durch den Wertverlust des €uro gegen die Ölwährung Dollar kompensiert. Dennoch sind die Aussichten nicht schlecht, dass die Heizölpreise im weiteren Tagesverlauf etwas nachgeben könnten.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich heute ein unterschiedliches Bild mit zumeist leichten Preisbewegungen nach unten oder nach oben. So gingen die Heizölpreise in neun Bundesländern zurück und in sieben legten sie zu. Die deutlichsten Preisnachlässe waren in Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen, fielen mit gut 0,2 Cent/Liter jedoch recht gering aus. Auch die Preisanstiege wiesen zumeist eine solche Größenordnung auf, lediglich in Sachsen-Anhalt zogen die Heizölpreise mit knapp 0,5 Cent/Liter etwas stärker an.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Heizölpreise werden zurzeit stark durch geopolitische Spannungen beeinflusst. Vor allem die weitere Iran-Politik der USA steht dabei im Mittelpunkt, denn sollten die USA das Atomabkommen mit dem Iran ab Mitte Mai aufkündigen, dann könnte dies Sanktionen gegen den Iran zur Folge haben, die das globale Ölangebot verringern und die Ölpreise steigen lassen würden.

Etwas in den Hintergrund gerückt war zuletzt der US-Ölmarkt, auch weil dieser nicht so stark gewachsen war, wie dies von einigen Analysten bei den aktuellen Ölpreisen erwartet wurde. In den vergangenen Wochen kamen nun jedoch deutlichere Wachstumssignale vom US-Ölmarkt. So befindet sich nicht nur die dortige Ölförderung auf einem Rekordhoch, auch die die Anzahl der Ölbohrlöcher ist zuletzt auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen.

Ein Großteil des jüngsten Ölpreis-Anstieges beruht auf Spekulationen, dass die USA das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen werden. Sollte dies nicht der Fall sein und der US-Ölmarkt zudem weiterhin wachsen, dann hätten die Ölpreise im April ein beachtliches Korrekturpotential nach unten aufgebaut und könnten dementsprechend in der zweiten Maihälfte kräftig fallen.

Sicher ist ein Rückgang der Ölpreise jedoch nicht und auch der zuletzt deutlich gegen den Dollar gesunkene €uro kommt den heimischen Heizölverbrauchern nicht entgegen. Bei dem aktuellen Langzeithoch der Heizölpreise bleibt daher nur die Hoffnung, dass es in den kommenden Wochen zu einer Abwärtskorrektur kommt und eine Heizölbestellung im Sommer wieder deutlich attraktiver wird.

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