Heizölpreise verharren auf hohem Niveau

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Donnerstag haben die Heizölpreise ihren rasanten Höhenflug der vergangenen Wochen zunächst gestoppt und im bundesweiten Durchschnitt um leichte 0,2 Cent/Liter nachgegeben. In den drei Wochen zuvor waren die Heizölpreise jedoch um kräftige elf Prozent gestiegen, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl mit 79,11 €uro/100 Liter aktuell weiterhin so viel kostet wie seit knapp vier Jahren nicht mehr.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein differenziertes Bild. In den meisten Bundesländern waren zwar Preisrückgänge zu verzeichnen, diese fielen jedoch unterschiedlich aus und in fünf Bundesländern waren zudem Preisanstiege feststellbar. Am deutlichsten kletterten die Heizölpreise mit 0,6 Cent/Liter im Saarland, gefolgt von Bayern und Hessen sowie von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo die Heizölpreise jedoch nur um minimale 0,1 Cent/Liter zulegten. Die kräftigsten Preisrückgänge entfielen heute mit gut 0,8 Cent/Liter auf Brandenburg und Berlin. In den verbleibenden Bundesländern gingen die Heizölpreise um 0,1 bis 0,6 Cent/Liter zurück.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem die Heizölpreise Ende August durch gestiegen Rohölpreise und zum September-Beginn durch den Großbrand in der Raffinerie Vohburg und anhaltendem Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten kräftig nach oben getrieben wurden, sorgen aktuell wieder die Vorgaben vom Rohölmarkt dafür, dass die Heizölpreise nicht zur Ruhe kommen. Zwar legte der rasante Preisanstieg der vergangenen Woche heute erstmal eine Verschnaufpause ein, doch die Tendenz weist weiterhin nach oben.

Die Sorge vor Angebotsengpässen am Weltölmarkt, die sich als Folge der US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor ergeben könnten, lassen die Ölpreise zurzeit wieder steigen. Zwar werden am Ölmarkt auch Nachfragerisiken durch den US-Handelsstreit mit China gesehen, doch aktuell zeigt sich die globale Ölnachfrage sehr stabil. Daher rückt wieder die Angebotsfrage in den Fokus, die das Potential hat die Ölpreise in der kalten Jahreszeit deutlich über die 80-Dollar-Marke klettern zu lassen.

Für Heizölverbraucher fallen die Aussichten für die kommenden Herbst- und Wintermonate daher wenig freundlich aus. Auch die kurzfristigen Aussichten haben sich zuletzt wieder eingetrübt. Zudem hat sich die Transport- und Versorgungslage am heimischen Heizölmarkt zwar wieder normalisiert, doch es bleibt unklar in wieweit die damit einhergegangen Preisaufschläge zurückgenommen werden können.

Auch wenn sich die Heizölpreise aktuell in der Nähe eines 4-Jahres-Hochs befinden, sieht es bei der derzeitigen Marktlage nicht so aus, dass es sich lohnen könnte auf fallende Heizölpreise zu spekulieren. Wer in für die kommenden Monaten Heizöl braucht und sich im Winter nicht über weiter gestiegene Preise ärgern will, der sollte sich jetzt mit einer Heizölbestellung Ruhe verschaffen oder zumindest den Kauf einer Teilmenge in Betracht ziehen.

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