Heizölpreise unterscheiden sich regional zurzeit enorm

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Trotz erneut kräftig gesunkener Rohöl- und Gasölpreise haben sich die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt auf den heutigen Mittwoch kaum bewegt. Weiterhin kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 86,77 €uro/100 Liter und befindet sich somit auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren.

In den zurückliegenden drei Wochen sind die Preise am Weltölmarkt nun bereits um rund elf Prozent gefallen und der €uro ist unterm Strich nahezu unverändert geblieben. Von den deutlich gesunkenen Ölpreisen konnten Heizölverbraucher hierzulande jedoch bisher nicht profitieren, im Gegenteil sind die Heizölpreise im gleichen Zeitraum sogar um rund drei Prozent gestiegen.

Diese Aussage gilt zumindest für den bundesweit gemittelten Heizölpreis. Schaut man hingegen in den Norden Deutschlands, so sind in den vergangenen drei Wochen deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen und auch im Osten der Republik sind die Heizölpreise gesunken. Im Süden und Westen verzeichnen die Heizölpreise hingegen massive Preisaufschläge, was die Heizölpreise im Durchschnitt stark nach oben zieht.

Der Grund für die regional stark unterschiedlichen Heizölpreise ist im anhaltenden Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten und den jüngsten Raffinerieausfälle zu finden. Diese Faktoren machen die Versorgung in manchen Regionen Deutschlands derzeit zu einer Herausforderung für den Heizölhandel. Hinzu kommt die anhaltend hohe Nachfrage der Verbraucher.

Bei der Betrachtung der Preisentwicklung ist es daher zurzeit besonders wichtig regional zu differenzieren, denn der Preisunterschied zwischen den nördlichen und südlichen Bundesländern beträgt in manchen Regionen derzeit bis zu 30 Cent/Liter. Allgemeine Aussagen zu den deutschlandweit gemittelten Heizölpreisen sind für den einzelnen Heizölverbraucher daher zurzeit wenig aussagekräftig.

Im Gegensatz zum Durchschnittspreis sind die Preise für Heizöl auf den heutigen Mittwoch in vielen Bundesländern deutlich gesunken. So waren in Brandenburg, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen Preisrückgänge von 2,0 bis 2,2 Cent/Liter zu verzeichnen. In Bayern kletterten die Heizölpreise hingegen um deutliche 2,9 Cent/Liter und auch in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mussten Preisanstiege zwischen 0,8 und 1,8 Cent/Liter festgestellt werden.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Auch wenn am Weltölmarkt das Risiko besteht, dass die Ölpreise zum Jahresausklang wieder anziehen könnten, so überwiegt aktuell eine eindeutig bärische Stimmung an den Börsen. Die jüngsten Einbrüche an den Aktienmärkten und die zuletzt schwächeren Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum und auch die Ölnachfrage, haben die Rohölsorte BRENT sogar wieder deutlich unter die 80-Dollar-Marke sinken lassen.

Risiken für Preiserhöhungen drohen zwar weiterhin, wenn ab November die US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor in Kraft treten und auch die aktuellen Streitigkeiten zwischen den USA und Saudi-Arabien, in Bezug auf die Ermordung des zuletzt in den USA lebenden, regimekritischen Journalisten Khashoggi, könnten für Unruhe am Ölmarkt sorgen. Allerdings hat der saudische Ölminister zuletzt betont, dass sein Land die Ölpreise nicht als politisches Instrument einsetzen und die Ölförderung sogar deutlich anheben werde.

Von den deutlich gesunken Ölpreisen können hierzulande aber aktuell nicht alle Heizölverbraucher profitieren. Der niedrige Wasserstand entlang des Rheins, gepaart mit den jüngsten Raffinerieausfällen und einer anhaltend hohen Nachfrage der Heizölverbraucher, stellt den Heizölhandel vor allem im Südwesten Deutschlands vor eine schwierige Versorgungslage und lässt die Heizölpreise regional massiv steigen.

Für Heizölverbraucher ergibt sich dadurch eine schwer überschaubare Lage. Wer im Südwesten lebt und genug Heizöl im Tank hat, der kann mit einer Heizölbestellung warten bis der kommende Regen die Lage am Heizölmarkt wieder normalisiert und die inländisch bedingten Preisaufschläge zurückgenommen werden. Heizölkunden im Norden finden hingegen einen guten Bestellzeitpunkt vor und können bis zum 28. Oktober auch noch vom Rabatt unserer zurzeit laufenden Herbstaktion profitieren.

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