Heizölpreise steigen immer weiter

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die ersten Oktobertage fallen für Heizölkunden wenig erfreulich aus, denn der Höhenflug der Heizölpreise von Ende September setzt sich zurzeit nahtlos fort. Insgesamt sind die Preise für Heizöl in den vergangenen zwei Wochen um massive 8,0 Cent/Liter bzw. 10,5 Prozent gestiegen. Auch am gestrigen Feiertag und auf den heutigen Donnerstag legten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 1,8 Cent/Liter zu. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 84,36 €uro/100 Liter und ist somit so teuer wie seit fast fünf Jahren nicht mehr.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren auch heute wieder flächendeckende Preisanstiege in allen Bundesländern zu verzeichnen. Mit über drei Cent je Liter kam es in Brandenburg und Berlin zu massiven Preisanstiegen und auch in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen legten die Heizölpreise um kräftige 1,7 bis 2,4 Cent/Liter zu. Mit Abstand am geringsten fielen die Preisanstiege mit 0,2 Cent/Liter in Nordrhein-Westfalen aus, gefolgt von Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz, wo die Preis für Heizöl um 1,1 bis 1,2 Cent/Liter kletterten.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Auch wenn die Heizölpreise zurzeit auf dem höchsten Stand seit über vier Jahren stehen und der Kaufzeitpunkt daher als wenig attraktiv empfunden wird, so sollten sich Heizölverbraucher zumindest mit der Bestellung einer Teilmenge etwas Ruhe für den Winter verschaffen.

Weiterhin fallen die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate wenig verbraucherfreundlich aus, denn es besteht die Gefahr, dass es zu Angebotsengpässen am Weltölmarkt kommen wird, wenn ab November die US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor in Kraft treten. Hinzu kommt, dass die Nachfrage auf dem heimischen Heizölmarkt zurzeit sehr hoch ist und dass einige inländische Faktoren, wie z.B. Raffinerieausfälle, die Heizölpreise ebenfalls stützen.

Insgesamt müssen sich Heizölverbraucher daher wieder an Preise gewöhnen, die vor vier Jahren als normal bezeichnet wurden. Die Phase der Ölschwemme, in der die OPEC mit einem Überangebot an Rohöl versucht hat die US-Schieferölförderung aus dem Markt zu drängen und dadurch einen massiven Verfall der Ölpreise ausgelöst hatte, ist vorbei. Als Gewinner der Auseinandersetzung kann zwar die US-Schieferölindustrie ausgemacht werden, die sich als preisrobuster herausgestellt hat als angenommen wurde. Der Preis dafür ist jedoch, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der OPEC und Russland deutlich verstärkt hat.

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