Heizölpreise steigen erstmals seit Mitte letzter Woche | Aktuelle Heizöl-News vom 17.11.2020

um 08:07 Uhr von Benjamin Stelse

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

In den letzten zwei Wochen unterlagen die Rohölpreise aufgrund von mehreren Meldungen kräftigen Preisschwankungen, die auch die Heizölpreise deutlich haben steigen lassen. Aus Verbrauchersicht kann jedoch erfreulich festgestellt werden, dass die Heizölpreise trotz der heutigen Preissteigerung von 0,5 Cent/Liter einen großen Teil der vor wöchentlichen Aufwärtsbewegung wieder abgeben konnten und eine Bestellung von 2.000 Liter Heizöl 48,26 €ur/100 Liter kostet. Den Vorgaben der internationalen Finanzmärkte nach zu urteilen, sollten heute deutliche Preisbewegungen ausbleiben.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächen- deckenden Preisanstiegen in allen Bundesländern. Dabei stiegen die Heizölpreise mit 0,3 bis 0,4 Cent/Liter am wenigsten in Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen. Kräftigere Preisanstiege waren hingegen zwischen 0,6 und 0,8 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, im Saarland und Sachsen-Anhalt zu verzeichnen. Ein besonderes Augenmerk fällt heute auf den Stadtstaat Hamburg, da der Heizölpreis trotz der heutigen Preissteigerungen nur knapp über 47 €uro/100 Liter liegt.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem die heimischen Heizölpreise aufgrund der deutlichen Vorgaben des Rohölmarktes in der Vorwoche noch starken Schwankungen unterlegen waren, blieben die Preise zum gestrigen Wochenstart weitestgehend unverändert. Aus Verbrauchersicht ist die aktuelle Entwicklung der Heizölpreise aus zwei Perspektiven zu betrachten. Zum einen fällt auf, dass der sich zum Ende der Woche andeutende Preisrutsch bedauerlicherweise ausblieb, auf der anderen Seite konnte dennoch bis heute ein Großteil der vorherigen Preissteigerungen wieder ausgeglichen werden.

Die Rohölpreise konnten nach zunächst nur geringen Preissteigerungen am Morgen des gestrigen Montages die Gewinne im Laufe des Handelstages deutlich ausbauen. Zurückzuführen waren die Preissteige- rungen zum Wochenstart auf die aktuelle Impfstoffentwicklung. Nachdem vor einer Woche die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer den Durchbruch bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff gemeldet hatten, bestätigte gestern das US-Unternehmen Moderna ebenfalls positive Versuchs- ergebnisse. Die Rohölpreise profitiert vom aktuellen Fortschritt der Forschung, da eine Pandemie- bekämpfung die Weltwirtschaft und somit auch die globale Rohölnachfrage stützen würde.

Mit Blick auf die Entwicklung der jüngsten Heizöl-Nachfrage fällt auf, dass sie im November deutlich angestiegen ist. Da viele Verbraucher bereits im Frühjahr ihren Jahresbedarf „eingefahren“ haben, kommt es aktuell zu einer überdurchschnittlich hohen Anzahl von Zweitbestellungen. Da der Verbrauch in den Sommermonaten eher gering ist, lassen viele Haushalte ihre Tanks mit einer weiteren Lieferung vollständig füllen. Auch wenn die Heizölpreise zuletzt angezogen haben, befinden sie sich weiterhin auf einem Preisniveau, das auch eine Heizölbestellung von kleineren Mengen durchaus attraktiv macht.

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