Heizölpreise steigen dritten Tag in Folge

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Aller der guten Dinge sind drei – diese Redensart beschreibt die aktuelle Entwicklung der Heizölpreise perfekt, denn durch das heutige Plus von 0,2 Cent/Liter wird die jüngste Aufwärtsbewegung auch den dritten Tag in Folge weiter fortgesetzt. Aus Verbrauchersicht bleibt erfreulich festzustellen, dass die Preissteige- rungen der letzten Tage als moderat bezeichnen werden können. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kosten zum Start in den Handelstag 51,27 €uro/100 Liter, jedoch sollten Verbraucher beachten, dass es den Vorgaben der Finanzmärkte nach zu urteilen, heute zu weiteren Preissteigerungen kommen könnte.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich im frühen Handel erneut ein differenziertes Bild. In neun Bundesländern waren heute Morgen Preisrückgänge zu verzeichnen und in den anderen sieben Bundesländern legte der Heizölpreis leicht zu bzw. blieb unverändert. Mit 0,2 bis 0,4 Cent/Liter konnten die kräftigsten Preisnachlässe in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen festgestellt werden. Die deutlichsten Preiserhöhungen zwischen 0,4 und 0,6 Cent/Liter waren am Morgen hingegen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinlandpfalz und im Saarland zu verzeichnen.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Auch wenn sich die heimischen Heizölpreise zuletzt durch tendenziell steigende Preise an ein Vier-Wochen-Hoch „herangeschlichen“ haben, sind die Anreize um die Kaufaktivität der Verbraucher steigen zu lassen, nicht ausreichend vorhanden. Die aus den jüngsten Preissteigerungen abzuleitende Aufwärtstendenz wird auch heute weiter fortgesetzt, jedoch befinden sich die Heizölpreise weiterhin auf einem attraktiven Niveau. Während vergleichbare Heizölpreise vor wenigen Wochen noch einer regelrechten Bestellwelle ausgelöst haben, scheint das aktuelle Niedrigpreis-Niveau zur neuen Normalität geworden zu sein.

Nach frühmorgendlichen Verlusten konnten die Rohölpreise im gestrigen Tagesverlauf zulegen und verließen den Handel mit deutlichen Preissteige- rungen. Aufgrund von nur wenig marktbewegenden Nachrichten, war der Rohölmarkt zuletzt gegenseitig widerstrebenden Kräften ausgesetzt. Für weiter steigende Ölpreise spricht die tendenziell bessere Stimmung an den Finanzmärkten, die derzeit jedoch als schwankungsanfällig beschrieben werden muss. Auf der preisbelastenden Seite stehen neben den erneut gestiegenen US-Rohölbeständen, auch erhebliche Risiken aufgrund der zuletzt gestiegenen Corona-Infektionen in China und den USA.

Die Entwicklung der Heizölpreise gibt den Verbrauchern nur wenig Anreize, die jährliche Heizölbevorratung zeitnah in Angriff zu nehmen. Die niedrige Nachfrage ist dabei wohl eher weniger auf die aktuellen Heizölpreise zurückzuführen, da sich diese weiterhin rund 20 Cent/Liter unter dem Vorjahres- niveau befinden. Vielmehr setzen viele Heizölkunden auf sinkende Preise, da Anfang Juli eine Ersparnis durch die geplante Mehrwertsteuersenkung winkt. Verbraucher sollten jedoch beachten, dass sich die mögliche Ersparnis im Bereich einer üblichen Tages- preisschwankung bewegen wird.

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