Heizölpreise starten auf 10-Jahreshoch in den November

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Donnerstag sind die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,4 Cent/Liter gestiegen, obwohl die Preise am Weltölmarkt auf ein neues Zwei-Monatstief gefallen sind. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl somit 95,01 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit über 10 Jahren ist.

Bei einer 2.000 Liter Heizölbestellung beträgt der Preisunterschied zwischen der teuersten und günstigsten Region aktuell bis zu 30 Cent je Liter Heizöl, weshalb es zurzeit besonders wichtig ist bei Aussagen zur Entwicklung der Heizölpreise regional zu differenzieren. Am heutigen Donnerstag ergab sich erneut ein uneinheitliches Bild bei der regionalen Preisentwicklung.

Während die Heizölpreise in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie im Saarland im 1,2 Cent/Liter zurückgingen und auch in Baden-Württemberg und Bayern Preisrückgänge von 0,6 Cent/Liter zu verzeichnen waren, zogen die Heizölpreise in allen anderen Bundesländern an. Die mit Abstand kräftigsten Preiserhöhungen entfielen dabei mit 2,4 Cent/Liter auf Nordrhein-Westfalen.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Seit Wochen kommen die kräftigen Preisrückgänge vom Ölmarkt nicht auf dem deutschen Heizölmarkt an. Grund dafür sind die aktuell größten Versorgungsproblemen, mit denen der Heizölhandel seit mehreren Jahrzehnten zu kämpfen hat. Ohne diese Engpässe, die sich vor allem im Südwesten Deutschlands, aufgrund von anhaltendem Niedrigwasser entlang des Rheins, fehlenden günstigen Transportalternativen und Raffinerieausfällen ergeben haben, könnten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt zurzeit unter 80 €uro/100 Liter liegen.

Doch die Heizölpreise haben sich deutlich von den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt entkoppelt. Bis vor einer Woche konnten zumindest im Norden und Osten der Bundesrepublik Preissteigerungen vermieden werden, doch aktuell wirkt sich die angespannte Versorgungslage im Südwesten auch immer stärker auf die Heizölpreise in ganz Deutschland aus. Während die Preise am Weltölmarkt im Oktober um rund sieben Prozent gefallen sind, haben die Heizölpreise im Süden Deutschlands um rund 26 Prozent zugelegt und auch im Norden ergab sich ein zehnprozentiger Preisaufschlag. Diese Aufschläge zeigen aktuell auch in etwa das Abwärtspotential auf, das die Heizölpreise in diesen Regionen haben, wenn sich die Versorgungslage wieder normalisiert.

Wer ausreichend Heizöl im Tank hat sollte daher versuchen die aktuelle Situation auszusitzen und mit einer Heizölbestellung zu warten bis die transportbedingten Preisaufschläge zurückgenommen werden. Wer aktuell dringend Heizöl benötigt sollte lediglich eine kleinere Teilmenge Heizöl kaufen und den Tank zu einem späteren Zeitpunkt weiter befüllen. Im Falle einer Bestellung müssen sich Heizölverbraucher zurzeit nicht nur auf hohe Heizölpreise einstellen, sondern auch auf lange Lieferfristen.

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