Heizölpreise stabilisieren sich auf Vier-Jahreshoch

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Inländische Faktoren haben die Heizölpreise in der erste Wochenhälfte kräftig steigen lassen, obwohl die Preise am Weltölmarkt leicht zurückgegangen sind. Die unsichere Versorgungslage nach dem Raffineriebrand in Vohburg und Engpässe auf den Wasserstraßen, haben die heimischen Heizölpreise leicht vom Geschehen am Ölmarkt entkoppelt und kräftig steigen lassen.

Der Mineralölhandel hat sich nun weitestgehend auf die neue Situation eingestellt, was die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag stabilisiert hat. So war im bundesweiten Durchschnitt lediglich ein minimaler Preisanstieg von 0,1 Cent/Liter zu verzeichnen. Dennoch kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl mit 78,63 €uro/100 Liter aktuell so viel wie seit knapp vier Jahren nicht mehr.

Trotz des deutschlandweiten Anstiegs des Durchschnittspreises waren bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung heute fast überall Preisrückgänge feststellbar. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es in Bayern erneut zu kräftigen Preisanstiegen von über zwei Cent je Liter gekommen ist und auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen weitere Preiserhöhungen zwischen 0,4 und 0,8 Cent/Liter zu verzeichnen waren. In allen anderen Bundesländern gingen die Heizölpreise heute jedoch zurück. Dabei entfielen die deutlichsten Preisnachlässe mit 0,7 bis 1,1 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Der deutsche Heizölmarkt hat sich zurzeit leicht von den Vorgaben vom Weltölmarkt entkoppelt und wird aktuell stark durch inländische Faktoren bestimmt. Neben dem anhaltenden Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten entlang des Rheins, ist zum Wochenbeginn noch der Großbrand in der Raffinerie Vohburg hinzugekommen, die eine unsichere Versorgungslage für den Mineralölhandel nach sich zieht. Weitere planmäßige Raffineriewartungen kommen zurzeit hinzu, so dass die Versorgungs- und Transportsituation für den heimischen Heizölmarkt zurzeit knapp wird.

Diese Situation wirkt sich aktuell stark preistreibend am Heizölmarkt aus. Mittelfristig wird sich der Markt jedoch auf die neue Situation einstellen, was zu einer Normalisierung der Heizölpreise führen wird. Doch dies bedeutet nicht, dass sich die Preisaussichten für Heizölverbraucher zwangsläufig verbessern werden, denn am Weltölmarkt dominiert zurzeit die Sorge vor einem Angebotsrückgang, was in den kommenden Wochen eher auf steigende als auf fallende Ölpreise hindeutet.

Für Heizölverbraucher fallen die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate daher wenig verbraucherfreundlich aus und laden nicht zu längerfristigen Spekulationen ein. Kurzfristig gesehen sorgen die inländischen Versorgungs- und Transportengpässe ebenfalls für wenig erfreuliche Aussichten. Obwohl sich die Heizölpreise zurzeit auf einem Vier-Jahreshoch befinden, bleiben wir daher bei der Empfehlung, die wir seit Mitte Juli geben und raten zu einer weitsichtigen Heizölbestellung.

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