Heizölpreise stabil auf 5-Monats-Tief

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach dem deutlichen Rückgang in der ersten Wochenhälfte haben sich die Preise am Weltölmarkt gestern stabilisiert. Auch vom Devisenmarkt kamen unterm Strich kaum Impulse. Zwar hatte der Dollar, nach der erneuten US-Leitzinserhöhung zunächst spürbar zugelegt, gab seine Kursgewinne aber schnell wieder ab. Den stabilen Preisvorgaben entsprechend haben sich auch die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag nur wenig bewegt. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 68,97 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem tiefsten Stand der vergangenen fünf Monate ist.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich heute jedoch ein uneinheitliches Bild mit Preisrückgängen in sechs und Preisanstiegen in zehn Bundesländern. Dabei entfielen die kräftigsten Preisnachlässe mit 1,2 Cent/Liter auf Bayern, gefolgt von Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen, wo die Heizölpreise zwischen 0,1 und 0,6 Cent/Liter zurückgingen. In allen anderen Bundesländern kletterten die Heizölpreise heute jedoch um 0,1 bis 0,4 Cent/Liter.

Trotz der erneuten Preisrückgänge stechen weiterhin die Heizölpreise im Saarland, Sachsen und Thüringen negativ heraus, denn dort sind zurzeit deutliche Preisaufschläge zu verzeichnen, während sich die Heizölpreise in den übrigen Regionen Deutschlands weitestgehend von den zuvor preistreibenden Logistikproblemen der Mineralölbranche erholt haben.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem am Ölmarkt rund drei Wochen lang Zurückhaltung geherrscht hatte und die Ölpreise recht stabil um die 60-Dollar-Marke herumgependelt waren, scheint man sich nun auf eine neue Richtung festgelegt zu haben. Abwärts. Bei Börsenhändlern überwiegt die Skepsis ob und wann die zuletzt beschlossene Förderkürzung der OPEC auch vollumfänglich in die Tat umgesetzt wird. Darüber hinaus werden die Ölpreise zurzeit stark durch die eingetrübte Stimmung an den Aktienmärkten belastet. Dementsprechend ist die Ölsorte BRENT aktuell auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober 2017 gefallen.

Am heimischen Heizölmarkt gehören die Logistikprobleme, die sich durch das Niedrigwasser entlang des Rheins ergeben und im Oktober/November zu massiven Preisaufschlägen geführt hatten, weitestgehend der Vergangenheit an. Trotz der aktuell hohen Nachfrage nach Heizöl konnten die Transportaufschläge daher fast überall zurückgenommen werden. Doch auch wenn sich überregional zurzeit der beste Kaufzeitpunkt der vergangenen fünf Monate eingestellt hat, so gilt dies nicht für alle Regionen Deutschlands. Besonders im Saarland, Sachsen und Thüringen sollten Verbraucher zurzeit mit einer Heizölbestellung warten.

Diese Empfehlung kann man zurzeit aber auch allen anderen Heizölkunden geben. Generell bleibt die Stimmung an den Börsen weiterhin trüb und am Ölmarkt scheinen sich Analysten nun auch auf Richtung „Talfahrt“ festgelegt zu haben. Daher kann auch am heimischen Heizölmarkt mit weiter fallenden Heizölpreisen gerechnet werden. Wer aktuell jedoch dringend Heizöl benötigt, kann sich zu einem insgesamt guten Kaufzeitpunkt auch Ruhe verschaffen. Dabei sollte man zurzeit ein Auge auf die Lieferfristen werfen, denn wer jetzt zu den günstigsten Konditionen Heizöl bestellt, kann voraussichtlich erst Ende Januar beliefert werden.

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