Heizölpreise so teuer wie zuletzt vor einem Jahr | Aktuelle Heizöl-News vom 05.02.2021

um 08:11 Uhr von Akif Sahin

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die heimischen Heizölpreise haben zum Ende der Woche hin noch einmal zugelegt und notieren aktuell mit sehr hohen Beträgen, wie sie zuletzt vor dem Ausbruch der weltweiten Corona-Epidemie vor einem Jahr gesehen wurden. Nach drei aufeinanderfolgenden Tagen der deutlichen Preissteigerung sind auch heute die Heizölpreise deutlich gestiegen. Der zu Jahresanfang sichtbare Seitwärts-Trend hat sich mittlerweile in eine klare Tendenz nach oben verschoben. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet am heutigen Morgen 61,59 €uro/100 Liter. Das ist ein Plus von 19 Cent/100 Liter.

 

Die regionale Preisentwicklung bei den Heizölpreisen zeigt ein uneinheitliches Bild. Ein flächendeckender Preisanstieg beim Heizöl konnte nicht in allen Bundesländern festgestellt werden. Die Heizölpreise stiegen im Süden zwischen 48 und 72 Cent/100 Liter am höchsten in Bayern, Sachsen und Thüringen. Moderatere Preisanstiege waren hingegen zwischen 12 und 36 Cent/100 Liter in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zu verzeichnen. Nahezu unverändert und sogar mit leichten Preissenkungen beim Heizöl können die Verbraucher in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland rechnen. Aufgrund der Preissteigerungen sind die Heizölpreise in allen Bundesland über die für viele Verbraucher so wichtigen 60 Euro – Marke geklettert.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Viele Heizölhändler haben zum ersten Quartal mit einer deutlich geringeren Nachfrage gerechnet als in den vergangenen Jahren. Einige Heizölhändler haben aufgrund der aktuellen Marktsituation auch ihre vertraglichen Abnahmemengen bei Mineralölversorgern reduziert. Die jüngsten Wetterumschwünge und der Einbruch im Norden haben zwar zu einer leicht gestiegenen Nachfrage beim Heizöl gesorgt, aber letztlich bleibt das Niveau der Heizölbestellungen sehr niedrig. Es ist auch nicht klar einschätzbar, wie sich die Nachfragesituation ändern wird. Die Tanks sind in den meisten Haushalten weiterhin voll, weil sich die Haushalte im vergangenen Jahr mit günstigem Heizöl zugedeckt haben.

 

Die Rohölpreise entwickeln sich unterdessen weiterhin nach oben. Die Situation auf den internationalen Terminmärkten ist aktuell sehr positiv gestimmt. Das liegt nicht nur an positiven Konjunkturdaten oder einer starken Disziplin bei den Fördermengen der OPEC+ Staaten. Es liegt auch an einer grundsätzlich aufgehellten Stimmung an den Finanzmärkten, die diese Woche ebenfalls die Rohölpreise positiv beeinflusst haben. Neben der Förderpolitik des Ölverbunds OPEC+ gibt auch der starke Einsatz des neuen US-Präsidenten Joe Biden Hoffnung für die Ölpreise. Die angekündigte Billionen-Hilfe in den USA könnte weitere Impulse setzen.

 

Die Entwicklung der heimischen Heizölpreise wird seit dem Start der aktuellen Woche nahezu ausschließlich von den deutlichen Vorgaben des Rohölmarktes bestimmt. Die für diese Jahreszeit unterdurchschnittliche Heizölnachfrage hat in den letzten Wochen noch verhindert, dass die zwischenzeitlichen „Preisausschläge“ der Rohölpreise zu Auswirkungen am heimischen Heizölmarkt geführt haben. Doch die Aufwärtsbewegung des Ölmarktes konnten zuletzt nicht mehr ausgeglichen werden, sodass die Heizölpreise ebenfalls nur den Weg nach oben kannten und weiterhin kennen.

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