Heizölpreise sinken zum Oktoberbeginn

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Oktober-Auftakt sind die Heizölpreise gesunken und damit den besseren Vorgaben vom Rohölmarkt mit leichter Verzögerung gefolgt. So gingen die Heizölpreise auf den heutigen Dienstag im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,7 Cent/Liter zurück, nachdem sie gestern zunächst leicht zugelegt hatten. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl 69,95 €uro/100 Liter und liegt somit nur leicht über dem aktuellen Jahresdurchschnittspreis in Höhe von 69,75 €uro/100 Liter. Im Tagesverlauf kann jedoch mit einer Unterschreitung des Jahresdurchschnitts gerechnet werden.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren heute in allen Bundesländern flächendeckende Preisrückgänge zu verzeichnen. Dabei sanken die Heizölpreise mit 0,8 bis 1,1 Cent/Liter am kräftigsten in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen. Die leichtesten Preisnachlässe entfielen hingegen mit rund 0,5 Cent/Liter auf Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Lage am Ölmarkt hat sich nach den Anschlägen auf die größte saudische Ölproduktionsstätte wieder normalisiert. Dies ist vor allem auf die Meldung zurückzuführen, dass Saudi-Arabien seine Produktionskapazitäten fast vollständig wiederhergestellt hat. Laut einem leitenden Angestellten des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco beträgt die aktuelle Ölproduktion des Königreichs rund 9,9 Millionen Barrel je Tag, was in etwa der Menge entspricht, die vor dem Drohnenangriff produziert wurde.

Belastet werden die Rohölpreise zudem durch den dauerhaft schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China. Am 10. Oktober geht der Machtkampf der beiden größten Volkswirtschaften der Welt in die nächste Runde, allerdings werden von Beobachtern bei diesen Gesprächen keine Fortschritte erwartet. Weiterhin stellt der Handelskonflikt eine Gefahr für die angeschlagene Weltkonjunktur dar, was wiederum eine sinkende globale Ölnachfrage erwarten lässt.

Für leicht preissteigernde Impulse bei den Heizölpreisen sorgt aktuell der schwache €urokurs, der Ölprodukte hierzulande verteuert. Insgesamt kann es sich für Heizölverbraucher zurzeit jedoch lohnen auf fallende Heizölpreise zu spekulieren, denn es sprechen mehr Faktoren für einen Preisrückgang als für einen Anstieg. Als Risiko bleibt lediglich, dass die Lage im Nahen Osten eskalieren könnte, was dann jedoch zu einem erneuten, sprunghaften Anstieg der Rohöl- und Heizölpreise führen würde.

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