Heizölpreise sinken auf Jahrestief

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Der auf dem Heizölmarkt nicht unbedingt als nachfragestark bekannte Monat Juni ist mit rasant fallenden Heizölpreisen gestartet, was zu einem regelrechten Boom bei der Heizölnachfrage geführt hat. Darüber hinaus warten aber auch noch viele Heizölverbraucher ab, denn der Tiefststand scheint bei den Rohöl- und Heizölpreisen noch nicht erreicht zu sein. Zwar sah es zwischenzeitlich so aus als würden sich die Ölpreise stabilisieren, doch nach Bekanntgabe der jüngsten US-Öllagerdaten nahmen die Ölpreise ihren rasanten Sturzflug wieder auf.

Dementsprechend gingen auch die Heizölpreise auf den heutigen Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,7 Cent/Liter zurück. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 65,85 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit einem neuen Jahrestiefststand ist. Die jüngste Preisentwicklung ist vor dem Hintergrund besonders bemerkenswert, dass die Heizölpreise vor rund drei Wochen noch auf einem Jahreshoch standen und nichts darauf hingedeutet hat, dass es zu solch einem Preissturz kommen könnte. Nun sind die Heizölpreise jedoch innerhalb von 18 Tagen um 9,5 Cent/Liter bzw. knapp 13 Prozent gefallen.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich auch heute wieder ein recht einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. Dabei waren die kräftigsten Preisnachlässe mit 0,9 bis 1,1 Cent/Liter in Hessen, dem Saarland, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen. Die leichtesten Preisrückgänge entfielen mit 0,3 bis 0,5 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg und Bayern.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

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Zurzeit kann man ganz eindeutig von einem sehr guten Kaufzeitpunkt für eine Heizölbestellung sprechen. Noch vor wenigen Wochen hätte niemand mit einer so erfreulichen Preisentwicklung gerechnet, denn am Weltölmarkt deuteten und deuten viele Faktoren auf ein knapperes Ölangebot und steigende Ölpreise hin und auch auf dem heimischen Heizölmarkt gibt es Versorgungsschwierigkeiten, die sich aus Raffinerieausfällen ergeben.

Dennoch zeigen die vergangenen Handelswochen einmal mehr, dass der Ölmarkt hoch spekulativ ist und dass die Ölpreise stark von der Stimmung an den Finanzmärkten, sowie von politischen und wirtschaftlichen Faktoren abhängig sind. Heizölkunden können sich zurzeit jedoch über die eingetrübte Stimmung an den Börsen freuen und von dem überraschenden Preisverfall profitieren.

Da es sich beim Heizölkauf in der Regel bewährt mit dem Trend zu gehen, können Heizölverbraucher aktuell warten und auf weitere Preisrückgänge spekulieren. Dabei sollte man die Entwicklungen jedoch eng verfolgen, denn genauso schnell wie die Rohöl- und Heizölpreise eingebrochen sind, kann es auch wieder zu steigenden Preisen kommen. Und es gibt zurzeit ausreichend viele Risikofaktoren, die einen Preisanstieg herbeiführen könnten. Wer weniger spekulationsfreudig eingestellt ist, der findet daher zurzeit einen sehr guten Zeitpunkt für eine frühzeitige Heizölbestellung vor.

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