Heizölpreise sinken auch auf Donnerstag deutlich

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Corona-Pandemie hat in den letzten Wochen nicht nur die Entwicklung der Heizölpreise entscheidend beeinflusst, sondern die gesamte Branche zu einem unverzüglichen Handeln und Optimieren der eigenen Abläufe gezwungen. Während in anderen Branchen „Corona-bedingte“ Zuschläge bzw. Pauschalen erhoben werden, konnten sich Heizölverbraucher nicht nur über gleichbleibende, sondern mittelfristig sogar fallende Heizölpreise freuen. Und auch heute fallen die Heizölpreise mit einem Minus von 1,3 Cent/Liter erneut, sodass eine Bestellung von 2.000 Litern im frühen Handel 53,95 €uro/100 Liter kostet.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächen- deckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. Dabei sanken die Heizölpreise mit 0,2 bis 0,6 Cent/Liter am wenigsten in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen zwischen 1,3 und 1,7 Cent/ Liter in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt zu verzeichnen. Ein besonderes Augenmerk fällt heute auf Hamburg, da hier der Preis auf unter 47,- €uro/100 Liter gefallen ist.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Anders als in den Tagen zuvor, als sich der heimische Heizölpreis von den Rohölpreisen abgekoppelt hat und die Preise eine entgegengesetzte Entwicklung einschlugen, verlaufen die beiden Preise heute Morgen parallel abwärts. Nachdem sich bei den Heizölpreisen zu Wochenbeginn noch eine Art Orientierungslosigkeit andeutete und sie dadurch seitwärts tendierten, können sich Heizölverbraucher aktuell über den neuerlichen Übergang in einen Abwärtstrend freuen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass es abzuwarten bleibt, wie langfristig diese Tendenz anhält.

Nach fünf Handelstagen mit teils massiven Kursgewinnen innerhalb weniger Stunden, haben die Rohölpreise ihre Erholungstour am gestrigen Mittwoch vorerst abgebrochen. Die kräftige Aufwärtsbewegung bei den Notierungen wurde am Ölmarkt mit dem Inkrafttreten der im April vereinbarten Förder- mengenkürzung in den USA, sowie in weiteren führenden Ölförderländern wie Saudi-Arabien und auch Russland begründet. Trotz der bis gestern anhaltenden deutlichen Steigerungen bei den Notierungen wird von Analysten weiterhin an der Nachhaltigkeit gezweifelt, da sich die grundsätzlichen Vorgaben des Marktes kaum verändert haben.

Bei genauer Betrachtung des Heizölmarktes, ist in den ersten Regionen eine leichte Entspannung der über mehrere Wochen überhitzen Lage zu erkennen. Aufgrund der niedrigen Heizölpreise kam es zu einer regelrechten „Bestellflut“, die dazu geführt hat, dass deutschlandweit Speditionen und Fuhrmannshändler seit Wochen am Limit arbeiten und sich die Lieferfristen deutlich ausweiteten. Verbraucher sollten aus unserer Sicht eine kurzfristige Bestellung in Betracht ziehen, da die jüngsten Preisrückgänge einen neuen „Nachfrage-Piek“ auslösen könnten.

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