Heizölpreise mit dritter Preissteigerung in Folge | Aktuelle Heizöl-News vom 04.02.2021

um 08:11 Uhr von Benjamin Stelse

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Der weit verbreitete Spruch „Aller guten Dinge sind drei“ lässt sich aktuell auch auf die Entwicklung der heimischen Heizölpreise beziehen. Nachdem sich die Heizölpreise in den ersten Wochen des Jahres aufgrund von fehlenden marktrelevanten Meldungen noch in einem Seitwärts-Trend mit nur übersichtlichen Preisschwankungen befunden hatten, folgt mit dem heutigen Plus von 1,4 Cent/Liter der dritte Preisanstieg in Folge. Das Plus stellt außerdem die kräftigste Steigerung des Jahres dar. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet am Morgen 61,40 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute erneut ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisanstiegen in allen Bundes-ländern. Dabei stiegen die Heizölpreise mit 0,9 bis 1,2 Cent/Liter am wenigsten in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, im Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Deutlichere Preisanstiege waren hingegen zwischen 1,5 und 1,8 Cent/Liter in Bayern, Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu verzeichnen. Aufgrund der deutlichen Preissteigerungen am Donnerstagmorgen sind die Heizölpreise, mit Ausnahme von Bayern, in allen Bundesland über die für viele Verbraucher so wichtigen 60 Euro – Marke geklettert.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Nachfrage in Deutschland kann aktuell berechtigterweise mit einer Art Achterbahnfahrt verglichen werden. Zum Ende der letzten Woche war ein deutlicher Anstieg der Nachfrage zu erkennen, bevor das Interesse wie erwartet am Wochenende abebbte und zum Start in die neue Woche erneut deutlich zunahm. Zur gestrigen Wochenmitte ging die Anzahl der Heizölbestellungen hingegen unerwartet deutlich zurück. Es gestaltet sich daher selbst für uns aktuell als äußerst schwierig, eine genaue Aussage über die weitere Entwicklung der Nachfrage zu treffen.

Nachdem sich die Rohölpreise im ersten Monat des neuen Jahres nur innerhalb eines äußerst schmalen Preiskanals von weniger als vier Dollar je Barrel auf und ab bewegt hatten, lässt sich seit Anfang der Woche eine nahezu ununterbrochene und kräftige Aufwärtsbewegung ablesen. Während zum Wochenstart die gute Stimmung an den internationalen Finanzmärkten für die deutlichen Preissteigerungen verantwortlich waren, erhielten die Notierungen gestern durch eine Einigung des Ölverbundes Opec+ zusätzlichen Aufschwung. Zur Stabilisierung des Ölmarktes soll die Förderpolitik mit reduzierten Produktionsmengen über den aktuellen Monat hinaus fortgesetzt werden.

Die Entwicklung der heimischen Heizölpreise wird seit dem Start der aktuellen Woche nahezu ausschließlich von den deutlichen Vorgaben des Rohölmarktes bestimmt. Die für diese Jahreszeit unterdurch-schnittliche Heizölnachfrage hat in den letzten Wochen noch verhindert, dass die zwischenzeitlichen „Preisausschläge“ der Rohölpreise zu Auswirkungen am heimischen Heizölmarkt geführt haben. Doch die Aufwärtsbewegung des Ölmarktes konnten zuletzt nicht mehr ausgeglichen werden, sodass die Heizölpreise ebenfalls nur den Weg nach oben kannte und weiterhin kennen.

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