Heizölpreise machten kräftigen Sprung nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Für die Heizölpreise hat sich auf Dienstag die schlechte Kombination aus sinkendem €urokurs und steigenden Ölpreisen ergeben. Dies führte dazu, dass die Preise für Heizöl einen kräftigen Sprung nach oben vollzogen und im bundesweiten Durchschnitt um 1,4 Cent/Liter zulegten. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 77,41 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit rund vier Jahren ist.

Bedingt durch Engpässe auf den Wasserstraßen ergeben sich zurzeit deutlichere Preisunterschiede zwischen den Bundesländern als üblich. Besonders im (Süd-) Westen kommt es daher zurzeit zu Binnenmarkt bedingten Aufschlägen. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in allen Bundesländern flächendeckende Preisanstiege zu verzeichnen, die jedoch in ihrer Höhe unterschiedlich ausfielen. So waren die kräftigsten Preiserhöhungen mit 2,0 bis 2,1 Cent/Liter Bayern, Sachsen und Thüringen feststellbar. Deutlich weniger kletterten die Heizölpreise mit 0,8 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Der Ölmarkt steckt zurzeit zwischen dem US-Handelsstreit mit China und den US-Sanktionen gegen den Iran. Während der Handelsstreit die Ölpreise belastet sorgt das geplante Ölembargo gegen den Iran für Preisauftrieb. Händler schauen daher zurzeit auch auf die Nachfragerisiken, doch insgesamt rückt die knappe Angebotslage am Ölmarkt stärker in den Fokus, was die Ölpreise seit Mitte August um gut neun Prozent hat steigen lassen.

Für Heizölverbraucher fallen die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate zudem wenig verbraucherfreundlich aus und laden daher nicht zu längerfristigen Spekulationen ein. Kurzfristig gesehen besteht zwar die Chance, dass die Heizölpreise wieder etwas nachgeben könnten, doch das Risiko auf weiter anziehende Heizölpreise ist in etwa gleich groß. Obwohl sich die Heizölpreise zurzeit auf einem Vier-Jahreshoch befinden, bleiben wir bei der Empfehlung, die wir seit Mitte Juli geben und raten zu einer weitsichtigen Heizölbestellung, deutlich vor den kalten Monaten.

Insgesamt klingen die Jahre der Ölschwemme und der günstigen Ölpreise langsam aus. Zwar sind die Preise am Weltölmarkt noch ein gutes Stück von der damals als notwendig bezeichneten 100 Dollar-Marke entfernt, doch die Heizölpreise nähern sich wieder den Regionen an, die man vor dem Ölpreisverfall sehen konnte. Mit aktuell rund 1.500 €uro kostet eine 2.000 Liter Heizöllieferung in etwa so viel wie im November 2014, was für die damaligen Verhältnisse ein sehr günstiger Preis war.

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