Heizölpreise machten kräftigen Sprung nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der Woche haben die Heizölpreise einen kräftigen Sprung nach oben gemacht und damit die Seitwärtsbewegung der vergangenen Woche deutlich beendet. In den zurückliegenden Wochen wurde man leider immer wieder eines besseren belehrt, wenn man davon ausgeht, dass die Heizölpreise eigentlich nicht mehr viel Spielraum nach oben haben sollten. Doch zurzeit kommt einiges zusammen, was die Preise für Heizöl stetig steigen lässt.

Neben den Spekulationen auf steigende Ölpreise, die darauf basieren, dass die US-Regierung das Iran-Abkommen in dieser Woche aufkündigen und neue Sanktionen verhängen werden, fällt auch der €uro immer weiter gegen die Ölwährung Dollar zurück, was sich ebenfalls preistreibend auswirkt. Dementsprechend sind die Heizölpreise am heutigen Montag im bundesweiten Durchschnitt auch um deutliche 1,5 Cent/Liter gestiegen und befinden sich aktuell auf einem neuen Dreieinhalb-Jahres-Hoch. So kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 69,83 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren heute in allen Bundesländern flächendeckend deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. Mit 1,2 bis 1,3 Cent/Liter entfielen die geringsten Preisanstiege auf Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Am stärksten kletterten die Heizölpreise mit 1,8 bis 2,0 Cent/Liter in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Heizölpreise werden zurzeit stark durch Spekulationen darauf beeinflusst, dass die USA das Atomabkommen mit dem Iran ab Mitte Mai aufkündigen und neue Sanktionen verhängen werden. Dies würde das globale Ölangebot verringern und die Ölpreise steigen lassen. Vor allem durch diese Aussichten ist der zuletzt wieder stärker wachsende US-Ölmarkt in den Hintergrund gerückt, der durch ein Rekordhoch bei der Ölförderung, steigende Ölbohraktivitäten und zuletzt sogar einem Aufbau der Öllagerbestände, durchaus auch preisdrückende Impulse für den Weltölmarkt bringt.

Klar ist, dass ein Großteil des jüngsten Ölpreis-Anstiegs auf Spekulationen beruht. Sollte die US-Regierung das Atomabkommen mit dem Iran doch nicht aufkündigen und der US-Ölmarkt weiterhin wachsen, dann hätten die Ölpreise in den kommenden Wochen ein beachtliches Korrekturpotential nach unten. Hält Trump hingegen an seinem harten Kurs gegen den Iran fest, dann könnten sich die Ölpreise auch in Richtung 80 Dollar bewegen.

Für die heimischen Heizölverbraucher ist eine verlässliche Empfehlung daher zurzeit schwer abzugeben. Einerseits scheinen die Ölpreise zurzeit deutlich überbewertet zu sein und die Heizölpreise befinden sich auf dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren, was natürlich die Hoffnung weckt, dass eine Heizölbestellung im Sommer wieder attraktiver wird. Auf der anderen Seite kann aktuell aber ein weiterer Anstieg der Ölpreise nicht ausgeschlossen werden und der schwächelnde €uro treibt die Heizölpreise ebenfalls nach oben.

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