Heizölpreise legten wieder deutlich zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise sind den gestrigen Vorgaben vom Rohölmarkt gefolgt und haben dementsprechend auf den heutigen Dienstag kräftig zugelegt. So kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um rund 1,0 Cent/Liter, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern im Heizöl am Morgen 71,85 €uro/100 Liter kostete. Damit haben die Heizölpreise wieder ein neues Dreieinhalb-Jahreshoch erreicht und die Preistendenz zeigt insgesamt eher nach oben als nach unten.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisanstiegen in allen Bundesländern. Mit rund 0,8 Cent/Liter legten die Heizölpreise dabei am wenigsten in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen zu. Die kräftigsten Preisanstiege waren hingegen mit 1,1 bis 1,2 Cent/Liter in Baden-Württemberg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen-Anhalt zu verzeichnen.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Aktuell müssen Verbraucher so viel für eine Heizölbestellung ausgeben wie zuletzt vor rund dreieinhalb Jahren. Im Vergleich zum Sommer 2017, als die Heizölpreise auf ein Zwischentief von rund 50 Cent/Liter gefallen waren, wird der Rohöl- und Heizölpreisanstieg der vergangenen Monate besonders deutlich. So kostet eine Tankfüllung von 2.000 Litern Heizöl aktuell rund 400 Euro mehr als vor elf Monaten.

Die Aussichten auf fallende Heizölpreise haben sich zudem in den letzten Tagen deutlich verschlechtert. Vor der Entscheidung von US-Präsidenten zur weiteren Iran-Politik der USA hatten viele Marktbeobachter und Verbraucher noch auf eine Preiskorrektur nach unten gehofft, doch diese ist aktuell sehr viel unwahrscheinlicher geworden. Lediglich eine Lockerung der Förderobergrenze, auf der im Juni anstehenden OPEC-Sitzung, könnte die Heizölpreise wieder fallen lassen.

Darauf zu setzen erfordert von Heizölverbrauchern jedoch eine gewisse Risikobereitschaft, denn zurzeit sind weitere Preisanstiege am Ölmarkt wahrscheinlicher als Preisrückgänge. Für die heimischen Heizölverbraucher bedeutet dies, dass man sich im weiteren Jahresverlauf insgesamt auf ein höheres Preislevel für Heizöl einstellen muss. Auch wenn die Heizölpreise zurzeit nur langsam zulegen, mit spürbaren Preisrückgängen sollte man in den kommenden Wochen nicht rechnen.

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