Heizölpreise knapp unter 4-Jahres-Hoch

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Trotz leicht verbesserter Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt haben die die Heizölpreise auf den heutigen Dienstag leicht zugelegt. Weiterhin stützt die angespannte, inländische Versorgungs- und Transportsituation die Heizölpreise, jedoch nicht mehr so stark wie vor einer Woche. Dennoch war im bundesweiten Durchschnitt heute ein Preisanstieg von 0,5 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 78,40 €uro/100 Liter und liegt damit nur knapp unter einem Vier-Jahres-Hoch.

Im Gegensatz zu gestern waren auch bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung heute in fast allen Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich in Sachsen-Anhalt gingen die Heizölpreise um minimale 0,1 Cent/Liter zurück. In allen anderen Bundesländern kletterten die Heizölpreise heute zwischen leichten 0,2 und kräftigen 1,2 Cent/Liter. Dabei entfielen die geringsten Preiserhöhungen auf Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Die deutlichsten Preisanstiege waren hingegen in Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz feststellbar.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Heizölpreise hatten sich in der vergangenen Woche leicht von den Vorgaben vom Weltölmarkt entkoppelt und wurden stark durch inländische Faktoren bestimmt. Neben dem anhaltenden Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten entlang des Rheins, hatte der Großbrand in der Raffinerie Vohburg für eine unsichere Versorgungslage am Heizölmarkt gesorgt. Diese Situation hatte sich stark preistreibend auf den Heizölmarkt ausgewirkt.

Aktuell normalisiert sich die Transport- und Versorgungslage am heimischen Heizölmarkt zwar wieder, dennoch bleiben erkennbare Aufschläge auf den Heizölpreis vorhanden. Für die kommenden Herbst- und Wintermonate sieht es zurzeit ebenfalls nicht nach fallenden Rohöl- und Heizölpreisen aus, denn am Weltölmarkt stehen weiterhin die Angebotsrisiken, die sich durch die US-Sanktionen gegen den Iran ergeben, im Fokus und könnten die Ölpreise in der kalten Jahreszeit deutlich nach oben zu treiben.

Insgesamt fallen die Aussichten für Heizölverbraucher daher wenig verbraucherfreundlich aus und laden nicht zu längerfristigen Spekulationen ein. Kurzfristig betrachtet kann man jedoch abwarten bis sich die inländisch bedingten Preisaufschläge weiter reduzieren. Auch die zuletzt eingetrübte Stimmung an den Börsen, könnte die Rohöl- und Heizölpreise zunächst noch etwas nach unten ziehen. Auch wenn wir in diesem Jahr wohl nicht mehr so günstige Heizölpreise wie im Juni und Juli sehen werden, kann es sich zurzeit dennoch lohnen mit einer Heizölbestellung zu warten.

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