Heizölpreise klettern steil nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenausklang hat sich Situation am Heizölmarkt weiter zugespitzt und die Heizölpreise sind steil nach oben ausgebrochen. So war auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt ein Anstieg der Heizölpreise in Höhe von 1,2 Cent/Liter zu verzeichnen. Damit kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 73,81 €uro/100 Liter.

Aktuell müssen Verbraucher so viel für eine Heizölbestellung ausgeben wie zuletzt vor rund dreieinhalb Jahren. Im Vergleich zum Sommer 2017, als die Heizölpreise auf ein Zwischentief von rund 50 Cent/Liter gefallen waren, kostet eine Tankfüllung von 2.000 Litern Heizöl aktuell rund 450 Euro mehr als vor elf Monaten. Zudem haben sich die Aussichten auf fallende Heizölpreise zuletzt deutlich verschlechtert.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren heute in allen Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen, die zumeist sehr deutlich ausfielen. So zogen die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um massive 2,0 bis 2,4 Cent/Liter an. Auch in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren deutliche Preisanstiege zwischen 1,5 bis 1,7 Cent/Liter feststellbar. Am geringsten fiel der Preisanstieg heute mit knapp 0,5 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein aus.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Aussichten bleiben für Heizölkunden wenig erfreulich, denn die Preistendenz zeigt weiterhin klar nach oben und die Chancen auf eine baldige Abwärtskorrektur sind kaum vorhanden. Für Heizölkunden ergibt sich zurzeit die schlechte Kombination aus anziehenden Rohölpreisen und gleichzeitig fallendem €uro-Dollar-Wechselkurs. Beides lässt die Heizölpreise stetig weiter steigen.

Die Rohölpreise halten stabil an ihrem seit nunmehr drei Monaten laufenden Höhenflug fest und stehen nun kurz vor der 80-Dollar-Marke. Diese Marke könnte eine Widerstandslinie markieren, sollte sie jedoch schnell und problemlos überwunden werden, dann eröffnen sich spekulationsbedingte Spielräume für weitere Preisanstiege. Der Ölmarkt ist zurzeit wieder auf das Ölkartell OPEC angewiesen, denn nur eine Ausweitung der Ölförderung der OPEC-Staaten, könnte die Heizölpreise in den Sommermonaten wieder spürbar fallen lassen.

Neben den Ölpreisen sorgt zurzeit aber auch der schwache €uro für steigende Heizölpreise. In Italien bildet sich zurzeit eine €uro-kritische Regierung, während der in unruhigen Zeiten als sicherer Hafen geltende Dollar an Wert zulegt. Beides zusammen hat dazu geführt, dass der €uro gegen den Dollar auf ein Jahrestief gefallen ist.

Im Juni steht die nächste OPEC-Sitzung an und könnte preismindernde Impulse bringen. Darauf zu setzen erfordert für Heizölkunden jedoch eine gehörige Portion Risikobereitschaft, denn zurzeit sind weitere Preisanstiege am Ölmarkt wahrscheinlicher als Preisrückgänge. Wer das Risiko einer immer teurer werdenden Heizölbestellung zurzeit verringern möchte, für den bietet sich die Bestellung einer Teilmenge an. Dadurch hat man sich einerseits für die kommenden Monate abgesichert, lässt sich jedoch noch die Möglichkeit einer günstigeren Bestellung offen, falls die Preise im Sommer doch noch nachgeben sollten.

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