Heizölpreise klettern auf Drei-Jahres-Hoch

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise haben sich zur Wochenmitte auf ein neues Drei-Jahres-Hoch aufgeschwungen. Dem neuen Langzeithoch war ein Anstieg von gut 0,4 Cent/Liter vorweggegangen und es sieht derzeit so aus als könnten die Heizölpreise im Tagesverlauf weiter zulegen. Im bundesweiten Durchschnitt kostete eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl am Mittwochmorgen 65,59 €uro/100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute fast in allen Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich in Sachsen-Anhalt gaben die Heizölpreise um gut 0,2 Cent/Liter nach. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisanstiege zwischen minimalen 0,1 und kräftigen 1,0 Cent/Liter. Am deutlichsten kletterten die Heizölpreise dabei in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die geringsten Preisanstiege waren hingegen in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen feststellbar.

Weiterhin macht sich das Hochwasser am Rhein nicht bei den Heizölpreisen bemerkbar. Obwohl die Schifffahrt teilweise eingestellt werden musste, ist nicht damit zu rechnen, dass es zu Engpässen bei der Belieferung von Raffinerien und Tanklagern über den Wasserweg kommt. Auch weil sich die Hochwasserlage vielerorts bereits entspannt, wird es daher wohl nicht zu steigenden Logistikkosten bei der Heizölbelieferung kommen.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Zum Jahresstart zeigt sich der Ölmarkt von seiner unberechenbaren Seite. Obwohl viele Analysten ein Korrekturpotential der Ölpreise nach unten sehen, ziehen die Ölnotierungen weiter an. Zwar wirken die Unruhen im wichtigen Ölförderland Iran weiterhin leicht preisstützend, bisher ist die dortige Ölindustrie jedoch nicht von den Protesten betroffen und dies wird derzeit auch nicht erwartet.

Zudem sind weitergehende US-Sanktionen gegen Teheran vorerst vom Tisch, so dass die Risikoaufschläge bald zurückgenommen werden sollten. Zusätzlich zu diesem Korrekturpotential sprechen auch die vollständige Wiederinbetriebnahme der vorübergehend ausgefallenen Forties-Ölpipeline und das Ende der Kältewelle in den USA für nachgebende Ölpreise.

Dass bald eine Konsolidierung der Ölpreise anstehen könnte, lässt auch der Blick in die Vergangenheit vermuten. So sind die Ölpreise im zurückliegenden halben Jahr um fast 50 Prozent gestiegen. Seit Anfang Dezember alleine um rund 13 Prozent. Insgesamt erscheinen die Ölpreise aktuell überbewertet zu sein und es steht ein Korrekturpotential von rund zehn Prozent im Raum.

Für die heimischen Heizölverbaucher bedeutet dies, dass es sich zurzeit lohnen kann mit einer Heizölbestellung zu warten und auf günstigere Heizölpreise zu spekulieren. Zumindest wenn man mit dem eigenen Heizölvorrat locker über die kommenden, kalten Monate kommt. Denn die Aufschläge für kurzfristige Belieferungen sind aktuell höher als die Ersparnis, die sich durch einen möglicherweise fallenden Ölpreis ergeben könnte.

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