Heizölpreise in vielen Regionen spürbar gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem sich der Mineralölhandel weitestgehend auf die schwierigere Versorgungs-und Transportlage eingestellt hat, machen sich nun auch die gesunkenen Rohölpreise am heimischen Heizölmarkt wieder bemerkbar und die inländischen Faktoren rücken in den meisten Regionen wieder in den Hintergrund. Dementsprechend sind die Heizölpreise auf den heutigen Freitag auch um leichte 0,1 Cent/Liter gesunken. Weiterhin kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl somit im bundesweiten Durchschnitt 78,53 €uro/100 Liter und somit so viel wie seit knapp vier Jahren nicht mehr.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein ganz anderes Bild als der leichte überregionale Preisrückgang erwarten lässt. So waren heute in fast allen Bundesländern Preisnachlässe zu verzeichnen, die zumeist sogar kräftig ausfielen. Am deutlichsten gingen die Heizölpreise mit 0,8 bis 1,0 Cent/Liter in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und dem Saarland zurück. In den meisten anderen Bundesländern lagen die Preisrückgänge zwischen 0,2 und 0,7 Cent/Liter. Preisansteige waren heute lediglich in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen, dafür fielen diese mit 0,6 bis 1,3 Cent/Liter kräftig aus.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Heizölpreise hatten sich in dieser Woche leicht von den Vorgaben vom Weltölmarkt entkoppelt und wurden stark durch inländische Faktoren bestimmt. Neben dem anhaltenden Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten entlang des Rheins, war zum Wochenbeginn der Großbrand in der Raffinerie Vohburg hinzugekommen, der eine unsichere Versorgungslage für den Mineralölhandel mit sich brachte. Weitere planmäßige Raffineriewartungen kamen hinzu, so dass die Versorgungs- und Transportsituation für den heimischen Heizölmarkt schwieriger wurde.

Diese Situation hat sich stark preistreibend auf den Heizölmarkt ausgewirkt. Zwar hat sich der Markt nun auf die neue Situation eingestellt, doch dies bedeutet nicht, dass sich die Preisaussichten für Heizölverbraucher zwangsläufig verbessern werden. Auch wenn Ölpreise in dieser Woche die Abwärtsbewegung eingeschlagen haben, so bleiben die Angebotsrisiken, die sich durch die US-Sanktionen gegen den Iran ergeben, ein zentrales Thema am Weltölmarkt und haben das Potential die Ölpreise in den kommenden Wochen deutlich nach oben zu treiben.

Für Heizölverbraucher fallen die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate daher wenig verbraucherfreundlich aus und laden nicht zu längerfristigen Spekulationen ein. Kurzfristig betrachtet könnte die eingetrübte Stimmung an den Börsen, die Rohöl- und Heizölpreise zunächst fallen lassen, zumindest in den Regionen, in denen die inländischen Versorgungs- und Transportengpässe dem nicht entgegenstehen. In vielen Regionen Deutschlands kann es sich daher zurzeit lohnen mit einer Heizölbestellung zu warten.

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