Heizölpreise halten am Monatstief fest

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Trotz den gestiegenen Notierungen für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, haben die Heizölpreise auf den heuten Donnerstag erneut leicht nachgegeben. So sanken die Heizölpreise hierzulande im bundesweiten Durchschnitt um rund 0,1 Cent/Liter und hielten somit an dem zuvor erreichten Monatstief fest. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl 71,75 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren heute überwiegend leichte Preisrückgänge in den Bundesländern zu verzeichnen. Lediglich in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen legten die Heizölpreise zwischen 0,1 und 0,2 Cent/Liter zu und in Brandenburg und Berlin verharrten die Heizölpreise auf dem Vortagesniveau. In allen anderen Bundesländern sanken die Heizölpreise zwischen 0,1 und 0,4 Cent/Liter, wobei die deutlichsten Preisrückgänge auf Sachsen und Thüringen entfielen.

 

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Preise am Ölmarkt wurden zum Beginn der aktuellen Handelswoche durch die überraschende Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China bestimmt. So hatte die US-Regierung angekündigt die Strafzölle auf chinesische Importe doch zu erhöhen, weil sie mit dem Verlauf der Handelsgespräche unzufrieden seien. Dies traf die Börsen wie ein Schlag, denn zuvor hatten die beiden Konfliktparteien stets bekräftigt kurz vor einer Lösung zu stehen. In der Folge zogen sich Händler aus riskanteren Anlagen wie Rohöl zurück und die Preise gaben nach.

Spekuliert wird darüber, ob die überraschende Kehrtwende im Handelsstreit mit der amerikanischen Iran-Politik zusammenhängen könnte, denn China will an seinen Ölimporten aus dem Iran festhalten, was den USA ein Dorn im Auge sein könnte. Die jüngsten Entwicklungen im Iran sind auch der Grund dafür, dass die Ölpreise insgesamt nur leicht zurückgegangen sind, denn die dortigen Vorgänge haben das Potential die Ölnotierungen spürbar steigen zu lassen. Aufgrund des sehr hohen politischen und wirtschaftlichen Drucks der USA, gab der iranische Präsident heute Morgen einen Teilausstieg aus dem Atomabkommen bekannt. Gleichzeitig drohte der Iran, die für den Öltransport sehr wichtige Seestraße von Hormus zu blockieren, woraufhin die USA einen Flugzeugträger in den Mittleren Osten verlegt haben.

Für Heizölverbraucher ist die die aktuelle Situation schwer einschätzbar, weil die weitere Entwicklung der Ölpreise aktuell nicht von der fundamentalen Marktlage abhängt sondern ganz massiv durch politische Entscheidungen geprägt sein wird. Wer gerne spekuliert oder auf absehbare Zeit kein Heizöl benötigt, der kann weiter abwarten und sich die politischen Entwicklungen anschauen. Wer jedoch weniger spekulationsfreudig eingestellt ist, der macht mit einer weitsichtigen Heizölbestellung für den nächsten Winter derzeit wohl keinen Fehler.

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