Heizölpreise gingen spürbar zurück

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die deutliche Zurückhaltung der Verbraucher hat am Heizölmarkt in den vergangenen Tagen zu einer Entspannung der Versorgungssituation geführt. Grundsätzlich kann jedoch noch keine Entwarnung gegeben werden, denn der Preisrückgang hat die Nachfrage deutlich anziehen lassen. Somit besteht weiterhin das Risiko, dass die Heizöl-Zwischenlager wieder schneller leer laufen als Nachschub geliefert werden kann. Von einem Normalzustand ist die Versorgungslage im Süden und Westen Deutschlands, aufgrund des anhaltenden Niedrigwasser entlang des Rheins, fehlenden günstigen Transportalternativen sowie Raffinerieausfällen, daher noch weit entfernt.

Dennoch gingen die Heizölpreise am Wochenende im bundesweiten Durchschnitt um weitere 2,8 Cent/Liter zurück und gaben auch am Montagmorgen weiter nach. Insgesamt sind die Preise für Heizöl somit in den vergangenen sieben Tagen um kräftige 10,3 Cent/Liter bzw. gut elf Prozent gesunken. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 82,91 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem niedrigsten Stand seit einem Monat ist.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren am Wochenende in allen Bundesländern flächendeckende Preisrückgänge zu verzeichnen. Dabei gingen die Heizölpreise mit 3,9 Cent/Liter am kräftigsten in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zurück, gefolgt von Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland, wo die Heizölpreise um 2,9 bis 3,5 Cent/Liter nachgaben. Die geringsten Preisnachlässe waren mit immer noch deutlichen 2,1 bis 2,4 Cent/Liter in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt zu verzeichnen.

günstig Heizöl kaufen
Im November Heizöl bestellen und einen Rittersport-Adventskalender gratis erhalten

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Das Abwarten hat sich für viele Heizölverbraucher gelohnt, denn endlich entspannt sich die problematische Versorgungslage des Heizölhandels etwas. Zumindest vorübergehend konnte ein Teil der Logistikaufschläge zurückgenommen werden, weil die schwache Nachfrage der zurückliegenden Wochen dazu geführt hat, dass sich die Heizöl-Zwischenlager etwas füllen konnten. Ob dies nun ein Dauerzustand werden kann ist aktuell jedoch mehr als fraglich, denn der Preisrückgang und der bevorstehende Kälteeinbruch haben die Nachfrage deutlich steigen lassen, was die Versorgungsprobleme wieder akut werden lassen könnte.

Wer bis zum Jahresende Heizöl benötigt, der sollte das aktuelle Preistief ausnutzen und sich zumindest mit der Bestellung einer Teilmenge für die kommenden kalten Monate Ruhe verschaffen. Heizölverbraucher, die hingegen ausreichend Heizöl im Tank haben, sollten hingegen weiterhin mit einer Heizölbestellung warten, denn trotz der zuletzt kräftigen Preisrückgänge weisen die Heizölpreise immer noch ein beachtliches Abwärtspotential auf. Gemessen an den aktuellen Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnte eine 2.000 Liter Heizölbestellung im bundesweiten Durchschnitt bei etwa 71 €uro/100 Liter liegen, was je nach Region einem weiteren Rückgang von bis zu 15 Prozent entspricht.

Was die Preisvorgaben vom Weltölmarkt anbelangt könnte es für Heizölverbraucher zurzeit kaum besser laufen. Zwar sind die Ölpreise zuletzt leicht gestiegen, doch insgesamt befindet sich das Ölpreisniveau auf dem niedrigsten Stand seit über sieben Monaten und das trotz der laufenden US-Sanktionen gegen das drittgrößte OPEC-Ölförderland Iran. Im Oktober hatte sich der Ölmarkt sogar in einen klassischen Bärenmarkt gewandelt, aus dem sich auch spekulative Anleger in hohem Umfang zurückgezogen hatten. Dies verstärkte den jüngsten Preisverfall noch, dessen Gründe jedoch auf eine veränderte Marktlage zurückzuführen sind. Die US-Ausnahmeregelungen für wichtige Ölimporteure von iranischem Öl, sowie die jüngste Ausweitung der OPEC-Ölförderung, bei einer gleichzeitig rückläufigen Ölnachfrage, hatten die Ölpreise massiv unter Druck gesetzt.

Zurück