Heizölpreise geben weiter nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auch zum Auftakt dieser Woche hält die aktuelle Abwärtskorrektur der Heizölpreise weiter an. So sanken die Heizölpreise am Wochenende um weitere 1,0 Cent/Liter und sind somit in den zurückliegenden zwei Wochen bereits um sehr kräftige 17,2 Cent/Liter bzw. rund 18,5 Prozent gesunken. Mit aktuell 76,03 €uro/100 Liter kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl damit pünktlich zur kalten Jahreszeit wieder deutlich weniger als 80 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren am heutigen Montag in fast allen Bundesländern weiter Preisrückgänge zu verzeichnen. Die einzige Ausnahme war Sachsen-Anhalt, wo die Heizölpreise sogar um deutliche 1,4 Cent/Liter anzogen. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisrückgänge jedoch zwischen spürbaren 0,8 und 1,6 Cent/Liter. Dabei entfielen die geringsten Preisnachlässe auf Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu verzeichnen.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Obwohl sich die Versorgungsprobleme des Heizölhandels, die sich aufgrund des Niedrigwassers entlang des Rheins, fehlenden günstigen Transportalternativen sowie vergangenen Raffinerieausfällen ergeben haben, nicht vollständig aufgelöst haben und weiterhin das Risiko besteht, dass die Heizölpreise bei einer hohen Nachfrage wieder mit deutlicheren Logistikaufschlägen versehen werden, kann es sich für Heizölverbraucher zurzeit lohnen mit einer Bestellung zu warten.

Denn trotz der jüngsten Abwärtskorrektur haben die Heizölpreise noch viel Spielraum nach unten. So spiegelt der massive Preisrückgang der vergangenen Wochen nur die Rücknahme eines Teils der aktuellen Logistikaufschläge wieder. Zudem könnte es im Hinblick auf die Preisvorgaben vom Weltölmarkt zurzeit kaum besser laufen. Denn trotz der bestehenden US-Sanktionen gegen das drittgrößte OPEC-Ölförderland Iran, sind die Ölpreise aktuell auf ein Jahrestief gefallen. Gemessen an den aktuellen Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnte eine 2.000 Liter Heizölbestellung im bundesweiten Durchschnitt zurzeit bei etwa 66 €uro/100 Liter liegen, was je nach Region einem weiteren Abwärtspotential zwischen drei und 18 Prozent entspricht.

Insgesamt kann man daher die Empfehlung geben, dass Heizölverbraucher, die einen gut gefüllten Heizöltank haben, aktuell auf weitere Preisrückgänge setzen können. Heizölverbraucher, die hingegen bis zum Jahresende Heizöl benötigen, sollten den aktuellen Preiseinbruch für eine Heizölbestellung nutzen und sich zumindest mit der Bestellung einer Teilmenge für die kommenden kalten Monate Ruhe verschaffen. Denn wer jetzt mit einem fast leeren Tank zu lange wartet, läuft Gefahr deutliche Preisaufschläge für eine kürzere Lieferfrist zahlen zu müssen, die den Vorteil von weiter sinkenden Heizölpreisen wettmachen können.

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