Heizölpreise gaben zur Wochenmitte wieder nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Am Mittwochmorgen sind die Heizölpreise zunächst wieder leicht gesunken. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Preise am Heizölmarkt im Tagesverlauf noch deutlicher nachgeben werden, weil auch die Rohöl- und Gasölpreise wieder gefallen sind. Am Morgen gingen die Heizölpreise jedoch im bundesweiten Durchschnitt zunächst nur um minimale 0,1 Cent/Liter zurück, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl 71,90 €uro/100 Liter kostete.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich auch zur Wochenmitte wieder ein sehr differenziertes Bild. So zogen die Heizölpreise in neun Bundesländern, teilweise sogar massiv an, während in sieben Bundesländern bereits Preisrückgänge zu verzeichnen waren, die zum Teil ebenfalls deutlich ausfielen.

Mit 0,8 bis 1,1 Cent/Liter gingen die Heizölpreise am kräftigsten in Berlin und Nordrhein-Westfalen zurück, aber auch in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren Preisnachlässe von bis zu 0,6 Cent/Liter feststellbar. In Brandenburg und Thüringen zogen die Heizölpreise hingegen um mehrere Cent je Liter an und in den verbleibenden Bundesländern waren ebenfalls Preiserhöhungen zwischen 0,4 und 0,6 Cent/Liter zu verzeichnen.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die vergangene Handelswoche hat einmal mehr aufgezeigt wie stark die Ölpreise von der Börsenstimmung und von politischen und wirtschaftlichen Faktoren abhängig sind. So war die zuvor bullische Stimmung am Ölmarkt komplett gekippt, was die Preise für die Ölsorte BRENT unter die Marke von 70 Dollar/Barrel fallen ließ. Zum Start dieser Woche sprachen Händler dann zunächst davon, dass der jüngste Preiseinbruch wohl doch übertrieben ausgefallen war, weil am Ölmarkt auch massive Angebotsrisiken bestehen, die dem eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und China entgegenwirken. Dennoch drehten die Ölpreise zur Wochenmitte dann wieder nach unten.

Genauso wie die Stimmung am Ölmarkt schwankt, so schwanken zurzeit auch etwas die Empfehlung für Heizölverbraucher. Grundsätzlich spricht jedoch mehr dafür, dass die Ölpreise in den kommenden Monaten steigen werden, auch wenn es immer mal wieder zu solchen erfreulichen Preisrücksetzern kommen kann, wie in der vergangenen Woche. Chancen auf einen solchen Preisrücksetzer bietet eine weitere Verschärfung im Handelsstreit der weltgrößten Volkswirtschaften oder eine Erhöhung der OPEC-Ölförderung. Zu einem schnellen Anstieg der Ölpreise könnte es hingegen kommen, wenn sich die Lage im Nahen zuspitzt oder eine Lösung im Handelsstreit gefunden wird.

Aktuell kann man, aufgrund der schlechteren Stimmung an den Börsen und den wenig positiven Aussichten auf eine Einigung im Handelskonflikt USA/China, zwar noch auf einen erneuten Preisrückgang setzen, allerdings sieht es derzeit nicht so aus als gäbe es noch viel Spielraum nach unten. Im Gegenteil könnten die Ölpreise auch zu einer Erholung ansetzen und bei der längerfristigen Betrachtung sollten Heizölverbraucher ohnehin ein Auge auf den Angebotsrisiken haben, die das Potential haben die Rohöl- und Heizölpreise spürbar steigen zu lassen. Grundsätzlich sieht es daher zurzeit so aus, als könnte sich in diesem Jahr eine frühzeitige Heizölbestellung für den nächsten Winter lohnen.

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