Heizölpreise gaben kräftig nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Start der neuen Woche sind die Heizölpreise kräftig gefallen. Vor allem die vehement ausgesprochene Forderung von US-Präsident Trump, dass die OPEC ihre Ölförderung erhöhen solle, löste am Ölmarkt Gewinnmitnahmen, was auch die Heizölpreise fallen ließ. So fielen die Heizölpreise am Montagmorgen im bundesweiten Durchschnitt um spürbare 1,2 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 72,40 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit Preisrückgängen in allen Bundesländern, die überwiegend auch eine ähnliche Größenordnung hatten. Mit 1,2 bis 1,7 Cent/Liter waren die stärksten Preisnachlässe zum Wochenstart in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu verzeichnen. Die geringsten Preisrückgänge entfielen hingegen mit 0,7 bis 0,9 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin, das Saarland, Sachsen und Thüringen.

günstig Heizöl kaufen

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Am Montagmorgen macht es den Eindruck als wäre die Stimmung am Ölmarkt gekippt, so dass sich Verbraucher auf nachgebende Rohöl- und Heizölpreise einstellen könnten. Doch dies ist zurzeit alles andere als sicher. Man sollte sich von den kräftigen Gewinnmitnahmen nicht täuschen lassen, denn eine Trendwende im Nachfrage-Angebotsverhältnis ist am Ölmarkt nicht erkennbar.

Zwar scheint es nicht unrealistisch zu sein, dass Saudi-Arabien auf die Forderung von US-Präsident Trump eingeht und seine Ölförderung erhöht, nachdem die US-Regierung die harte Gangart gegen den Iran verschärft hat. Doch eine klare Zusage für Förderanhebungen gibt es bisher noch nicht und diese wird es wohl auch nicht geben bis sicher gestellt ist, dass es tatsächlich keine Ausnahmeregelungen für den Import von iranischem Öl geben wird. Dennoch sind Börsenhändler zunächst einmal auf Nummer sicher gegangen und haben die ordentlichen Gewinne der vergangenen Woche eingefahren.

Für Heizölverbraucher bedeutet die aktuelle Situation, dass man nach wie vor darauf spekulieren kann, dass die OPEC die Ölförderung anheben wird und dass dann die Rohöl- und Heizölpreise zum Sommer fallen werden. Weiterhin bürgt diese Vorgehensweise jedoch ein nicht unerhebliches Risiko, denn eine Anhebung der Ölförderung ist alles andere als sicher. Der Handlungsdruck ist nun jedoch deutlich geringer geworden, so dass sich Verbraucher die kommenden Entwicklungen zunächst in Ruhe anschauen können bevor Heizöl bestellt wird.

Zurück