Heizölpreise fallen auf Drei-Monats-Tief

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Am heutigen Dienstagmorgen sind die Heizölpreise auf den tiefsten Stand seit gut drei Monaten gesunken. So war im bundesweiten Durchschnitt heute ein weiterer Rückgang in Höhe von 0,5 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 75,52 €uro/100 Liter. Insgesamt sind die Heizölpreise in den zurückliegenden zwei Wochen nun bereits um sehr kräftige 17,7 Cent/Liter bzw. rund 19 Prozent gesunken.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren heute in fast allen Bundesländern weitere Preisrückgänge feststellbar. Lediglich in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein verharrten die Heizölpreise auf dem Vortagesniveau. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisrückgänge zwischen minimalen 0,1 und kräftigen 2,7 Cent/Liter. Dabei entfielen die mit Abstand deutlichsten Preisnachlässe auf Sachsen-Anhalt, gefolgt vom Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die geringsten Preisrückgänge waren hingegen in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Obwohl sich die Versorgungsprobleme des Heizölhandels, die sich aufgrund des Niedrigwassers entlang des Rheins, fehlenden günstigen Transportalternativen sowie vergangenen Raffinerieausfällen ergeben haben, nicht vollständig aufgelöst haben und weiterhin das Risiko besteht, dass die Heizölpreise bei einer hohen Nachfrage wieder mit deutlicheren Logistikaufschlägen versehen werden, kann es sich für Heizölverbraucher zurzeit lohnen mit einer Bestellung zu warten.

Denn trotz der jüngsten Abwärtskorrektur haben die Heizölpreise noch viel Spielraum nach unten. So spiegelt der massive Preisrückgang der vergangenen Wochen nur die Rücknahme eines Teils der aktuellen Logistikaufschläge wieder. Zudem könnte es im Hinblick auf die Preisvorgaben vom Weltölmarkt zurzeit kaum besser laufen. Denn trotz der bestehenden US-Sanktionen gegen das drittgrößte OPEC-Ölförderland Iran, sind die Ölpreise aktuell auf ein Jahrestief gefallen. Gemessen an den aktuellen Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnte eine 2.000 Liter Heizölbestellung im bundesweiten Durchschnitt zurzeit bei etwa 66 €uro/100 Liter liegen, was je nach Region einem weiteren Abwärtspotential zwischen drei und 18 Prozent entspricht.

Insgesamt kann man daher die Empfehlung geben, dass Heizölverbraucher, die einen gut gefüllten Heizöltank haben, aktuell auf weitere Preisrückgänge setzen können. Heizölverbraucher, die hingegen bis zum Jahresende Heizöl benötigen, sollten den aktuellen Preiseinbruch für eine Heizölbestellung nutzen und sich zumindest mit der Bestellung einer Teilmenge für die kommenden kalten Monate Ruhe verschaffen. Denn wer jetzt mit einem fast leeren Tank zu lange wartet, läuft Gefahr deutliche Preisaufschläge für eine kürzere Lieferfrist zahlen zu müssen, die den Vorteil von weiter sinkenden Heizölpreisen wettmachen können.

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