Heizölpreise erreichen tiefsten Stand seit April 2016 | Aktuelle Heizöl-News vom 08.09.2020

um 08:11 Uhr von Benjamin Stelse

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Heizölverbraucher stehen aktuell vor einer Herausforderung, die für diese Jahreszeit als eher untypisch zu bezeichnen ist. Unsere Kunden haben aktuell die Wahl, sich die günstigsten Heizölpreise seit mehr als vier Jahren zu sichern oder auf ein weiteres Abwärtspotenzial zu setzen. Und auch der heutige Preisrückgang von deutlichen 1,2 Cent/Liter wird die Entscheidung sicher nicht erleichtert. Eine Bestellung von 2.000 Liter Heizöl kostet somit am Dienstagmorgen 43,29 €uro/100 Liter. Den Vorgaben der Finanzmärkte nach zu urteilen, sollten weitere Preisrückgänge im Laufe des Handelstages ausbleiben.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich auch heute ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundes- ländern. Dabei sanken die Heizölpreise mit 0,5 bis 1,1 Cent/Liter am wenigsten in Berlin, Baden-Württemberg, Bayern Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen zwischen 1,4 und 2,7 Cent/Liter in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen zu verzeichnen. Ein besonderes Augenmerk gilt heute erneut dem Bundesland Berlin, da hier der Heizölpreis bis auf unter 41 €uro/100 Liter gefallen ist.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem bei den heimischen Heizölpreisen bereits zum Ende der Vorwoche der Übergang in einen Abwärtstrend ablesbar war, wurde dieser Trend auch zum gestrigen Wochenstart bestätigt. Während am Morgen zunächst noch übersichtliche Preisaufschläge vorhanden waren, wurden diese im Vormittagshandel wieder abgegeben und der Heizölpreis sank im Tagesverlauf auf einen neuen Tiefststand. Aus Verbrauchersicht erfreulich kann festgestellt werden, dass der jüngste Abwärtstrend auch heute Morgen fortgesetzt wird und im Laufen des heutigen Handelstages sogar die „43 €uro–Marke“ fallen könnte.

Die Rohölpreise haben zum gestrigen Start in die neue Woche an die Verluste der Vortage angeknüpft. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel zeitweise bis auf 38,6 Dollar und somit auf den tiefsten Stand seit mehr als neun Wochen. Im Wesentlichen ist der aktuelle Preisrutsch darauf zurückzuführen, dass Saudi-Arabien den Preis für Rohöl mit Lieferung im Oktober gesenkt hat. Die Preiskorrektur wird am Ölmarkt als Reaktion auf die globale Nachfrageschwäche interpretiert. Mit Blick auf die Preisentwicklung nach dem Austritt aus dem gestrigen Handel wird deutlich, dass die Abwärts- bewegung auch am Dienstagmorgen weiter anhält.

Auch wenn die Entwicklung am Rohölmarkt und die Vorgaben der internationalen Finanzmärkte aktuell dazu einladen auf ein weiteres Abwärtspotenzial und somit auf nochmals günstigere Heizölpreise zu spekulieren, so empfehlen wir gerade jetzt „wachsam“ zu bleiben. Denn in der Vergangenheit hat sich mehrmals bestätigt, dass eine unerwartete Gegenreaktion schnell zu wieder deutlich höheren Einkaufskonditionen führen kann. Die erhöhte Aufmerksamkeit bietet ggf. die Möglichkeit, mit einer kurzfristigen Bestellung auf eine überraschende Trendwende am Heizölmarkt reagieren zu können. (bs)

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