Heizölpreise erneut kaum verändert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Obwohl die Preise für Gasöl, dem börsennotierte Vorprodukt von Heizöl, gestern weiter gestiegen sind, kamen diese Preissteigerung nicht auf dem heimischen Heizölmarkt an, weil auch der €uro kräftig gegen die Ölwährung Dollar zulegen konnte.

Dementsprechend bewegten sich die Heizölpreise auf den heutigen Dienstag kaum, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl am Morgen weiterhin 65,16 €uro/100 Liter kostete. Der seit Monaten laufende Seitwärtstrends der Heizölpreise wird zurzeit jedoch stark strapaziert und droht nach oben auszubrechen.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich heute erneut ein unterschiedliches Bild in den einzelnen Bundesländern. Besonders dort, wo die Heizölpreise gestern zugelegt hatten, waren heute spürbare Preisrückgänge zu verzeichnen. So gaben die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen um gut 0,5 bis 0,7 Cent/Liter nach.

In den meisten Bundesländern waren heute jedoch Preisanstiege zu verzeichnen. Diese fielen größtenteils zwar eher gering aus, in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kletterten die Heizölpreise jedoch um deutliche 0,7 Cent/Liter.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Der Ölmarkt befindet sich zurzeit in einer spannenden Phase. Es gibt einige Faktoren, die den Ölpreis belasten und ebenso viele, die den Ölpreisen Auftrieb geben. Dies könnte zu einem Gleichgewicht und stabilen Ölpreisen führen, jedoch wird dies an den Börsen zurzeit offensichtlich anders bewertet. Grundsätzlich sehen Börsenhändler lieber steigende als fallende Kurse, weshalb sich aktuell die Frage stellt, ob der jüngste Preisanstieg nachhaltiger ausfallen könnte oder ob es doch bald zu Gewinnmitnahmen und einer Gegenbewegung kommen wird.

Von Händlern sind vermehrt optimistische Stimmen zu hören, die auf weiter steigende Ölpreise setzen. Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Preisprognose für die Ölsorte BRENT auf über 80 Dollar/Barrel bis zur Jahresmitte angehoben. Zudem hat die OPEC ein weiteres Ziel ihrer Förderkürzungspolitik fast erreicht, indem die globalen Öllagerbestände wieder auf einen 5-Jahresdurchschnitt abgesenkt werden konnten. Und im Nahen Osten könnten die USA durch eine härtere Gangart in der Iran-Politik für Unruhe sorgen, was die Ölpreise ebenfalls stützen würde.

Auf der anderen Seite steigt die US-Ölförderung stetig an und kann wohl die global steigende Ölnachfrage nahezu vollständig ausgleichen. Insgesamt ist die Stimmung an den Aktienmärkten zudem weniger optimistisch, weil die US-Führung dabei ist einen weltweiten Handelskonflikt auszulösen und die Notenbanken aus der ultralockeren Geldpolitik der letzten Jahre aussteigen.

Für Heizölverbraucher bedeutet dies, dass das Risiko für steigende Heizölpreise in den letzten Tagen zugenommen hat. Dennoch gehen wir aktuell noch von einem kurzfristigen Höhenflug aus, dem bald eine Preiskorrektur nach unten folgen sollte. Wer mit einer Heizölbestellung warten und auf fallenden Preise setzen will, der sollte zurzeit aber eine gewisse Risikobereitschaft mitbringen. Und wer auf ein Schnäppchen spekuliert, der sollte einen gut gefüllten Tank und Geduld haben.

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