Heizölpreise erneut im Minus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Obwohl die Ölpreise gestern gestiegen sind, haben sich die, für die Heizölpreise relevanten Gasölnotierungen kaum bewegt. Und da der €uro spürbar an Wert zulegen konnte, fielen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt insgesamt verbraucherfreundlich aus. Dementsprechend sind die Heizölpreise auf den heutigen Mittwoch im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,5 Cent/Liter gesunken. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 71,07 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren zur Wochenmitte erneut in allen Bundesländern flächendeckende Preisrückgänge zu verzeichnen. Dabei gaben die Heizölpreise heute mit 0,6 bis 0,8 Cent/Liter am deutlichsten in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland nach. Die geringsten Preisnachlässe waren hingegen mit 0,1 bis 0,3 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt feststellbar.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Ankündigung von OPEC-Leader Saudi-Arabien und Russland, die seit eineinhalb Jahren bestehende Förderkürzung zu lockern, umso das Angebot auf dem Weltölmarkt zu erhöhen, hat zu einem Ende des jüngsten Höhenflugs der Ölpreise geführt. In den zurückligendn zwei Wochen sind die Rohölnotierungen sogar um gut vier Prozent gesunken. Dazu beigetragen hat, dass Saudi-Arabien seine Ölförderung im Mai auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr angehoben hat.

Die weitere Entwicklung der Rohöl- und Heizölpreise hängt stark von der kommenden OPEC-Sitzung ab. Die Frage ist, ob es bei diesem Meeting am 22. Juni zu einem Beschluss kommt, der spürbare Lockerungen der aktuellen Förderobergrenzen vorsieht. Viele Marktbeobachter halten es zurzeit für wahrscheinlicher, dass die OPEC keinen Schritt unternehmen wird, der die Ölnotierungen deutlich fallen lässt. Das Ölkartell könnte aber dafür sorgen, dass sich die Ölpreise auf dem aktuellen Stand stabilisieren.

In den vergangenen drei Jahren waren die Heizölpreise im Juni/Juli stets gesunken und mit etwas Glück könnte es auch in diesem Sommer zu Preisrückgängen am Ölmarkt kommen. Zumindest ist das Risiko, dass ein Heizölkauf in den kommenden Wochen teurer wird, zuletzt gesunken, was auch den Handlungsdruck für Heizölverbraucher verringert. Besonders in den verbrauchsarmen Sommermonaten können sich Heizölkunden daher einfach mal zurücklehnen und zumindest die Entwicklungen bis zum anstehenden OPEC-Meeting abwarten.

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