Heizölpreise erneut gestiegen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Trotz leicht verbesserter Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt sind die Heizölpreise auf den heutigen Dienstag erneut gestiegen. So war im bundesweiten Durchschnitt eine Preiserhöhung von gut 0,5 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 72,75 €uro/100 Liter und hat sich somit wieder spürbar von dem am Freitag erreichten Monatstief entfernt. Allerdings kann damit gerechnet werden, dass die Heizölpreise im weiteren Tagesverlauf etwas nachgeben werden.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren heute in fast allen Bundesländern weitere Preiserhöhungen feststellbar. Lediglich in Hessen und dem Saarland gingen die Heizölpreise am Morgen um minimale 0,1 bis 0,2 Cent/Liter zurück und in Nordrhein-Westfalen verharrten die Preise auf dem Vortagesniveau. In allen anderen Bundesländern kletterten die Heizölpreise jedoch zwischen leichten 0,2 bis zu kräftigen 1,4 Cent/Liter. Dabei entfielen die mit Abstand deutlichsten Preisanstiege auf Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Am Ölmarkt haben sich die beiden wichtigsten und gegeneinander wirkenden Faktoren „Handelsstreit USA-China“ und „politischer Konflikt USA-Iran“ insgesamt ausgeglichen. Damit haben sich die Ölpreise anders als die grundsätzlich, eingetrübte Stimmung an den Börsen entwickelt, denn die Aktienmärkte hatten in der vergangenen Woche mit einem starken Rückgang auf die überraschende Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China reagiert.

Eine Prognose zur weiteren Entwicklung der Rohöl-, Gasöl- und Heizölpreise ist aktuell schwer abzugeben, da zurzeit viele unterschiedliche Faktoren wirken. Hierzulande könnte die schwache Heizölnachfrage z.B. zu sinkenden Heizölpreisen führen. Am internationalen Ölmarkt ist die Lage allerdings risikoreicher, weil die weitere Entwicklung der Ölpreise nicht nur von der fundamentalen Marktlage abhängt sondern ganz massiv durch politische Entscheidungen geprägt sein wird. Aktuell halten sich alle Faktoren noch die Waage, aber dies kann sich am hoch spekulativen Ölmarkt schnell ändern.

Für Heizölverbraucher ist die aktuelle Situation daher schwer zu bewerten. Obwohl die Heizölpreise in der Vorwoche spürbar gesunken sind und man in der Regel nicht gegen den Trend wetten sollte, so schätzen wir das Risiko für steigende Heizölpreise zurzeit höher ein als die Chance auf weiter fallende Preise. Daher kann man aktuell von einem attraktiven Kaufzeitpunkt sprechen, zu dem man auch eine weitsichtigen Heizölbestellung für den nächsten Winter in Betracht ziehen sollte. Wer spekulationsfreudig eingstellt ist und abwarten möchte, der sollte unbedingt die weiteren politischen Entwicklungen eng verfolgen, um nicht von einem plötzlichen Preisanstieg überrascht zu werden.

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